Düsseldorfs Spielmacher noch lange im Wartestand

Rückkehrer Stöger: Laufen und geduldig bleiben

Kevin Stöger

Das Spiel mit dem Ball ist noch weit entfernt: Kevin Stöger braucht weiter Geduld. imago images

Es war eine bizarre Situation am Ende einer überaus erfolgreichen Saison, für ihn selbst und für seinen Klub. Längst hatte Fortuna Düsseldorf den Klassenerhalt souverän geschafft, die Saison trudelte aus, selbst nach dem Abpfiff am letzten Spieltag und dem 2:1 gegen Hannover 96 schrillten noch nicht die Alarmglocken.

Zwar musste Kevin Stöger in der Nachspielzeit verletzt runter, doch die Schwere der Verletzung wurde erst am nächsten Tag bekannt: Kreuzbandriss, mehr als sechs Monate Pause, im Jahr 2019 wird der laufstarke Spielmacher wohl nicht mehr ins Düsseldorfer Team zurückkehren.

Fast vier Monate ist das nun her; jetzt gibt es einen ersten wichtigen Fortschritt für Stöger, der seit Samstag wieder Laufeinheiten absolvieren darf. Immerhin: Endlich mal wieder auf dem Rasen, endlich wieder das Gefühl, dass es so richtig vorwärts geht. Geduld ist aber nach wie vor gefragt, einen Zeitpunkt für seine mögliche Rückkehr nennt Stöger wohlweislich nicht, muss weiter Schritt für Schritt an seinem Comeback arbeiten.

Diffizile Gesamtsituation für Spieler und Verein

Eine etwas diffizile Gesamtsituation für ihn und auch für seinen Arbeitgeber. Denn Fortunas Verantwortliche hatten sich, ungeachtet der Schwere der Verletzung, intensiv darum bemüht, den im Sommer 2020 auslaufenden Vertrag mit dem Mittelfeldspieler zu verlängern. Stöger aber zögerte, zunächst mit dem Hinweis, er wolle erst gesund werden und dann weitersehen. Eine Haltung, die bei Lutz Pfannenstiel & Co. auf wenig Begeisterung stieß.

Stögers sportlicher Wert zeigte sich in den ersten Wochen der neuen Saison ziemlich deutlich. Viele gefährliche Angriffe hatte der Österreicher in der vorigen Saison mit klugen Pässen eingefädelt - doch momentan kommt das Düsseldorfer Angriffsspiel ohne ihn noch nicht so richtig auf Touren.

Oliver Bitter

Auswärtskilometer: So viel müssen die Fans reisen