Agnelli als Vorsitzender bestätigt - Carro im Wettbewerbs-Komitee

Watzke in ECA-Vorstand gewählt

Hans-Joachim Watzke

Gibt dem BVB in der ECA eine Stimme: Hans-Joachim Watzke. imago images

Borussia Dortmunds Geschäftsführer hatte sich um einen Platz im nun 24-köpfigen Vorstand beworben und wurde von den ECA-Mitgliedern bei der Generalversammlung am Dienstag in Genf bis 2023 gewählt. "Ich freue mich sehr über die Wahl und das Vertrauen, das in mich gesetzt wird", so Watzke. "Es ist mir ein großes Anliegen, mich für einen möglichst ausbalancierten Fußball einzusetzen und mich aktiv in den Diskurs einzubringen."

Vor der Wahl hatte sich Watzke mit Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro darauf geeinigt, dass nur er als deutscher Vertreter für das Board kandidieren wird. Carro wurde dafür von der ECA für das "UEFA Klub-Wettbewerbe Komitee" (CCC) nominiert, das sich aus 16 ECA- und vier UEFA-Mitgliedern zusammensetzt.

Die ECA mischt seit Jahren kräftig mit, wenn es um die Strukturierung der Europapokal-Wettbewerbe und die Geldverteilung geht. Derzeit steht die Ausgestaltung der Champions League ab 2024 im Fokus.

Jetzt hat dabei auch der BVB eine Stimme. Der FC Bayern ist durch Chefjustiziar Dr. Michael Gerlinger vertreten, den Carro im CCC ablöst. FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge, ECA-Chef von 2008 bis 2017, ist seit zwei Jahren Ehrenvorsitzender der Klubvereinigung.

An der Spitze bleibt alles beim Alten: Juventus-Boss Andrea Agnelli wurde am Dienstag als Vorsitzender bestätigt, Pedro Lopez Gimenez (Real Madrid), Edwin van der Sar (Ajax Amsterdam), Dariusz Mioduski (Legia Warschau) und Aki Riihilahti (HJK Helsinki) fungieren weiterhin als seine Stellvertreter.

Nicht mehr zum Vorstand gehört Ivan Gazidis (AC Mailand), der sich u.a. mit Carro, Ferran Soriano (Manchester City), Aurelio De Laurentiis (SSC Neapel) und Jacques-Henri Eyraud (Olympique Marseille) im CCC engagiert.

"Der europäische Vereinsfußball steht vor bedeutenden Weichenstellungen", sagt Carro. "Es wird darauf ankommen, unterschiedliche Interessen zu bündeln und tragfähige Lösungen für alle Beteiligten zu finden. Diese Komplexität liegt mir, ich mag solche Herausforderungen und möchte in meiner Rolle einen Beitrag leisten - im Namen von Bayer 04 Leverkusen, für den deutschen Fußball und gemeinsam mit unseren Mitstreitern aus der Bundesliga."

jpe

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