EM-Quali: Offenes Rennen in Gruppe G

"Unprofessionell": Israels Trainer Herzog poltert - verpasst Hinteregger FCA-Wiedersehen?

Andreas Herzog

Hat seinem Unmut Ausdruck verliehen: Israels Nationaltrainer Andreas Herzog. Getty Images

"Martin hat Probleme in der Muskulatur", berichtete ÖFB-Coach Franco Foda über den Zustand seines Verteidigers, der beim 6:0 über Lettland die volle Spielzeit auf dem Platz gestanden, das 0:0 gegen Polen allerdings verpasst hatte. Die Wadenprobleme hielten den Neuzugang von Eintracht Frankfurt auch vom Training ab, für die Bundesliga-Partie bei Ex-Verein FC Augsburg am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ist sein Einsatz daher fraglich.

Niederlage in der Schlussminute

Kaum positiver gestimmt war nach dem 6. Spieltag der EM-Quali Österreichs Rekordnationalspieler Andreas Herzog, für Werder Bremen und Bayern München einst ebenfalls in der Bundesliga aktiv und aktuell Nationaltrainer Israels. Trotz abermals ansprechender Leistung und 2:1-Führung in Ljubljana verloren Herzogs Mannen in der Schlussminute noch mit 2:3. Für Slowenien war es indes der dritte Sieg in Serie.

"Wir sind nicht professionell genug - immer bekommen wir drei Gegentore", klagte der 51-Jährige im Interview nach Schlusspfiff sichtlich aufgekratzt und konnte sich kaum beruhigen: "Wir reden ständig darüber, uns zu qualifizieren - und dann machen wir solche Fehler. Das ist einfach unmöglich." In der Kabine soll Herzog gar noch deutlicher geworden sein und Gegenstände durch den Raum geschleudert haben.

Wir waren doppelt so gut wie Polen und doch verlieren wir erneut.

Israels Trainer Andreas Herzog nach der 2:3-Niederlage gegen Slowenien

Dabei überzeugen Israels Fußballer in einer anspruchsvollen Gruppe immer wieder, ausgerechnet gegen Österrreich gelang Herzog und Co. sogar ein 4:2-Sieg. Mit konstant stimmigen Resultaten können die Leistungen allerdings noch nicht in Einklang gebracht werden: "Wir haben gegen ein großes Team - sie haben gegen Polen gewonnen - ein wirklich gutes Spiel gemacht. Wir waren doppelt so gut wie Polen und doch verlieren wir erneut."

Lettland abgeschlagen - fünf Teams sind noch im Rennen

In kaum einer Quali-Gruppe ist das Rennen um die begehrten ersten zwei Plätze noch so offen wie in Gruppe G: Hinter Tabellenführer Polen (13 Punkte) stehen noch Slowenien (elf) und Österreich (zehn) vor den Israelis (acht) - punktgleich dahinter lauert allerdings Nordmazedonien. Nur die Letten (null Punkte, 1:21 Tore) werden wohl keine Rolle mehr spielen.

nba

Färöer, Liechtenstein und Co.: Als David Goliath ärgerte