Historische Torquote des Münchners

Löws Loblied auf Gnabry

Überragende Torquote im Nationaltrikot: Serge Gnabry.

Überragende Torquote im Nationaltrikot: Serge Gnabry. picture alliance

Aus Belfast berichten Karlheinz Wild und Sebastian Wolff

Klaus Fischer traf in seinen ersten zehn Partien elf Mal, Gerd Müller gelangen zehn Tore, ihnen folgen Hans Schäfer - und eben Gnabry, mit neun. "Das", schwärmt Löw, "ist wirklich eine überragende Quote." Der 59-Jährige macht den Wert seines Aufsteigers jedoch ausdrücklich nicht nur an dessen Toren fest und erläutert ausführlich, weshalb er den einst von Louis van Gaal auf Thomas Müller gemünzten Satz verwendet hat. "Serge ist bei weitem nicht nur wegen seiner Tore so wertvoll für uns. Er ist ein echter Zielspieler, macht die Bälle fest, bringt andere in Position, hat gute Laufwege. Er ist gut und schlau, hat die letzten Spiele auf einem sehr, sehr guten Niveau absolviert. Deshalb ist er für mich gesetzt."

Tatsächlich ist der 24-Jährige nach dem Ausfall von Leroy Sané aktuell die einzige verlässliche Größe im deutschen Angriff. Gnabry traf gegen Holland und Nordirland, war in beiden Partien mit seinen Tempoläufen und seiner Robustheit ein für den Gegner nicht zu kontrollierender Gefahrenherd - während seine Nebenleute nur bedingt Eigenwerbung betrieben: Marco Reus enttäuschte in beiden Partien, Timo Werner verzeichnete am Montagabend einen leichten Aufwärtstrend im Vergleich zum 2:4 gegen die Niederlande, blieb aber im Abschluss glücklos. Und Julian Brandt ließ nach seinem Jokereinsatz vom Freitag in Belfast zumindest gelegentlich seine Fähigkeiten aufblitzen, rief sie aber nicht über 90 Minuten ab. Das gelang allein Gnabry. Und deshalb spielt er bei Löw eben immer.

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