Uerdingens Youngster ist nun Kapitän der deutschen U 20

Mbom: "Ich will die Fans glücklich machen"

Jean-Manuel Mbom

Der neu ernannte Kapitän der deutschen U 20: Jean-Manuel Mbom. imago images

Er kam als hochveranlagtes Talent auf Leihbasis vom SV Werder Bremen und wurde zum Stammspieler in einer mit ehemaligen Bundesligaspielern gespickten Mannschaft. Der Deutsch-Kameruner durfte in jeder Drittligapartie von Beginn an ran. Zumeist agierte er im 4-2-3-1 im zentral defensiven Mittelfeld an der Seite von Routinier Jan Kirchhoff und überzeugte vor allem seinen Coach Heiko Vogel als technisch versierter und dynamischer Sechser.

"Für einen Trainer ist er ein super dankbarer Spieler"

Der 43-Jährige lobte in der "Rheinischen Post" zuletzt seinen Schützling: "Für einen Trainer ist er ein super dankbarer Spieler. Er ist lernwillig und aufnahmebereit. Er versucht ständig, seine Performance auf ein höheres Level zu bringen." Mbom selbst pflichtete bei: "Ich gebe immer 100 Prozent, will jeden Ball gewinnen. Und ich freue mich, wenn ein Trainer meine Leidenschaft sieht."

Nicht nur Vogel, der "ausschlaggebend" für Mboms Wechsel zum KFC war, sondern auch Manuel Baum, der aktuelle Trainer der deutschen U 20, schätzt den 19-Jährigen - und ernannte ihn kurzerhand vor dessen Debüt in jener Auswahl zum Kapitän. Der stolze Spielführer, der seit der U 16 sämtliche Jugendnationalteams durchlief, beschrieb es als "eine schöne Überraschung", über die er sich sehr gefreut habe.

"Er lebt Fußball mit jeder Faser"

Ohnehin bot die Reise mit der U 20 dem gebürtigen Göttinger eine willkommene Abwechslung und die Möglichkeit, Selbstvertrauen zu tanken und freier aufzuspielen als zuletzt im Verein. Die ambitionierten Krefelder verpatzten den Saisonauftakt, konnten nur ein Ligaspiel gewinnen und schieden zuletzt im Landespokal aus. Mbom weiß: "Wir müssen einfach weiterarbeiten. Ich will mit dem KFC Erfolg haben und die Fans glücklich machen."

Was Mbom glücklich macht, ist das, was er seit der Unterzeichnung seines Profivertrags bei Werder Bremen im Februar 2018 seinen Beruf nennen darf. Während Vogel über den Youngster sagte, er lebe "Fußball mit jeder Faser", wurde der Spieler selbst, der sich in der Jugend in sämtlichen Sportarten versuchte, deutlich pathetischer: "Fußball war meine erste große Liebe."

kon