Nach dem WM-Abschluss gegen Kanada

"Ist doch pervers": DBB-Präsident Weiss übt scharfe Kritik

Ingo Weiss

Beklagt sich über Teile der Berichterstattung bei der WM 2019: Deutschlands Basketball-Verbandspräsident Ingo Weiss. imago images

Während die Spieler der deutschen Mannschaft nach dem Sieg gegen Kanada gut gelaunt in den letzten WM-Abend vor dem unerhofft frühen Abflug aus China starteten, setzte der Verbandschef zu einer Generalkritik an den Medien an. Dass aufgrund Schröders Aussagen geschrieben worden sei, dass dieser nicht wisse, ob er im Nationalteam weiterspiele, "ist doch pervers", schimpfte Weiss. Schröder hatte betont, auch künftig für die Nationalmannschaft bereitstehen zu wollen, "wenn alle mitziehen". Die Zusage sei jedoch keine Verpflichtung gewesen.

Weiss störte darüber hinaus auch der Umgang mit Headcoach Henrik Rödl: "Die Trainerfrage wird laufend immer wieder weiter hochgehoben. Es wird immer nur das Negative herausgebracht. Warum kann man nicht auch irgendwann einmal sagen, dass die Jungs sich bis zum Ende den Arsch aufgerissen haben."

Ein Minimalziel ist erreicht

Auch Weiss hatte vor der WM gesagt, dass es der "talentierteste und dabei der kompakteste Kader in der Geschichte des deutschen Basketballs" sei und es "legitim" sei, "wenn die Öffentlichkeit über eine Medaille spricht." Als offizielles Ziel war die Zwischenrunde und der Sprung zu einem Olympia-Qualiturnier ausgegeben worden.

Letzteres hat die Mannschaft von Rödl erreicht, allerdings schied das Team schon in der Vorrunde nach zwei Niederlagen gegen Frankreich und gegen die Dominikanische Republik aus und verpasste damit die Runde der letzten 16.

pau/dpa

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