Hebisch und Hobsch treffen in der Schlussphase

2:0 gegen Weiche: Lübeck untermauert Titelambitionen

Hebisch und Arslan (re.)

Sorgte kurz vor Spielende für das 1:0: VfB-Joker Nicolas Hebisch. imago images

Es dauerte bis in die Schlussphase hinein, bis in Lübeck die entscheidenden Tore fielen. Die Fans freute es, denn der VfB hatte letztlich das bessere Ende für sich. Neuzugang Nicolas Hebisch traf als Joker in der 81. Minute zum 1:0, Patrick Hobsch sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung.

Von Hebisch hatte man sich viel versprochen in der Hansestadt, schließlich hat der 29-jährige Ex-Magdeburger und -Waldhöfer auch schon in der 3. Liga geknipst. Doch ein Kreuzbandriss brachte ihn bei Viktoria Köln um die komplette Saison, nach seinem Wechsel zum VfB konnte er auch dort wegen kleinerer Blessuren nur Teile der Vorbereitung mitmachen. Bei 100 Prozent ist er deshalb noch nicht.

Näschen bewiesen

Sein Tor gegen Weiche war das zweite in Folge, zuvor hatte Hebisch schon beim 2:1 beim HSC Hannover den Weg zum Dreier geebnet. "Genau deshalb haben wir ihn geholt", freute sich Trainer Rolf Landerl über das zweite entscheidende Tor des Sturm-Neuzugangs binnen einer Woche. "Er ist in solchen Situationen einfach da und hat das Näschen."

Der lange Angreifer und sein Bewacher Jovan Vidovic hatten sich zunächst gegenseitig über den Haufen gerannt, als eine Matovina-Flanke in den Strafraum segelte. "Ich habe gesehen, dass Yannick da noch irgendwie drankommt", beschrieb Hebisch, warum er deutlich schneller wieder auf den Beinen war als sein Gegenspieler und den von Yannick Deichmann hoch ins Zentrum zurückgeköpften Ball volley aus der Drehung - mit einer Portion Glück und Hilfe des Pfostens - zum 1:0 einschoss. "Ein ähnliches Tor habe ich für Waldhof Mannheim auch schon mal geschossen", strahlte der Angreifer.

"Spitzenspiel, auch wenn es nicht immer so aussah"

Um den Wert seines Treffers wusste der 29-Jährige. "Das war ein Abnutzungskampf. Und es war längst klar, dass die Mannschaft gewinnen würde, die das erste Tor schießt. Es war sicher auch Glück, dass wir das waren", beschrieb er das Duell. Das Spiel als Ganzes ordnete er auch treffend ein: "Es stand Spitzenspiel drauf, auch wenn es für den Zuschauer nicht immer so aussah. Aber es war ein ganz schweres Spiel gegen einen defensiv starken Gegner."

"Mit einem 0:0 hätte ich zwischendurch auch leben können", gestand Landerl. Am Ende sorgte Patrick Hobsch für die endgültige Erleichterung. "Das freut mich für ihn", sagte Landerl, "weil er unheimlich fleißig für die Mannschaft gearbeitet hat." Der Stürmer, aus der Jugend des 1. FC Nürnberg hervorgegangen und Sohn des ehemaligen Bundesliga-Torjägers Bernd Hobsch, strahlte nach seinem vierten Saisontreffer. "Spiele gegen Flensburg sind etwas Besonderes, das hat schon Derbycharakter." Dass ein Unentschieden dem Spielverlauf entsprochen hätte, wusste der Torschütze auch.

Weiter geht es für den VfB, der aktuell einen Zähler hinter Primus VfL Wolfsburg II rangiert, jedoch ein Spiel weniger absolviert hat, am Samstag (15 Uhr) beim BSV SW Rehden, dem Tabellen-13. der Nord-Staffel.

aho/cj