Für zwei Jahre ein Schalker, oder nur für eines

Top-Talent Miranda vor dem nächsten Schritt

Juan Miranda

Seine Rückkehr nach Barcelona ist offen: Juan Miranda. picture alliance

Erst ganz am Ende der Transferperiode angelten sich die Schalker den talentierten Abwehrspieler, der links in der Viererkette oder auch innen verteidigen kann. Es wird erwartet, dass er sich mit Bastian Oczipka einen Kampf um die Linksverteidiger-Position liefern wird, mit guten Karten für den Spanier.

Werbung für sich machen kann er bei seinem neuen Klub allerdings momentan noch nicht, weil er mit der spanischen U 21 auf Reisen ist. Beim 1:0 gegen Kasachstan kam Miranda jedoch nicht zum Einsatz, am Dienstag spielen die Spanier noch gegen Montenegro.

Eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen also, dass der Neuzugang nach der Bundesliga-Pause beim nächsten Auftritt der Königsblauen in Paderborn schon zum Schalke-Kader zählen wird. Er wolle dem Spieler "Zeit geben, in Deutschland anzukommen", hat Trainer David Wagner vorab erklärt.

Miranda wurde im Nachwuchsbereich von Real Betis in Sevilla ausgebildet, 2014 ging er zum FC Barcelona, kam dort aber überwiegend in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga zum Einsatz. Einmal allerdings stand er auch mit den großen Stars auf dem Platz: Am 11. Dezember 2018 kam er im letzten Champions-League-Vorrundenspiel gegen Tottenham Hotspurs zum Einsatz und spielte 90 Minuten durch. "Ich werde hart dafür arbeiten, das in mich gesetzte Vertrauen zurückzugeben", hat der 19-Jährige bereits angekündigt.

Wie lange der FC Schalke an dem neuen Mann Freude haben wird, ist allerdings noch völlig offen. Hatte der Klub zunächst verkündet, Miranda sei für zwei Jahre ausgeliehen, enthüllte sein Stammverein nun eine Klausel, nach der Barça die Möglichkeit besitzt, das Talent nach einem Jahr bereits zurückzuholen. Und eine Kaufoption konnten die Schalker auch nicht vereinbaren.

Oliver Bitter

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