Mitgliederversammlung in Köln dauert über sechs Stunden

Klares Votum für neues FC-Präsidium - Emotionen um Schumacher

Das neue FC-Präsidium: Werner Wolf (Mi.), Jürgen Sieger (li.) und  Eckard Sauren.

Klares Votum: Das neue FC-Präsidium und Werner Wolf (Mi.), Jürgen Sieger (li.) und Eckard Sauren. pictue-alliance

Nach einer rund sechsstündigen und mitunter sehr emotional geführten Mitgliederversammlung - die allerdings nie im Chaos zu versinken drohte - zeigte sich Wolf "überwältigt" von der Zustimmung der Mitglieder: "Damit haben wir nie gerechnet." Der 62-jährige ist der zehnte Präsident in der 70-jährigen Geschichte des Klubs und folgt auf Werner Spinner, der 2012 sein Amt antrat und im März 2019 zurücktrat.

Es ging oft lebhaft zu, vor allen Dingen die Jahresberichte der scheidenden Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach provozierten deren Gegner zu Missfallenskundgebungen, andererseits gab es für beide auch lautstarke Zustimmung, vor allen Dingen der ehemalige Nationaltorhüter erhielt eine Menge Zuspruch und stehende Ovationen nach dem Ende seiner Rede.

Wolf, Sauren und Sieger blieben in ihren Wahlreden eher blass, sprachen zwar die richtigen Inhalte an, litten aber deutlich unter der Nervosität, die solch ein Ereignis mit sich bringt. Das Trio beginnt am Montag mit der Arbeit, werden sich am Dienstag im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung am Geißbockheim vorstellen und sind ab sofort verantwortlich für den Gesamtverein mit mittlerweile 109. 000 Mitgliedern und als Aufsichtsgremium für die Geschäftsführung.

Ex-Trainer Stöger kündigt Mitgliedschaft

Toni Schumacher berichtete in seiner Rede, dass Ex-Trainer Peter Stöger und dessen Lebensgefährtin Ulrike Krieger ihre Mitgliedschaft beim 1 FC Köln gekündigt haben. Geschmacklose Schmähgesänge Kölner Fans während des Spiels in Wolfsburg, in denen das Paar aufs Übelste beleidigt wurde, führten zu dieser verständlichen Reaktion.

Der Kölner Geschäftsführer Alexander Wehrle hatte zuvor schwarze Zahlen präsentieren können.

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