Früherer Abwehrspieler denkt an Posten im Aufsichtsrat

Berthold: Kein Interesse am Amt des VfB-Vorstandsvorsitzenden

Jürgen Klinsmann und Thomas Berthold

Keine Kandidaten für den Vorstandsposten beim VfB: Jürgen Klinsmann und Thomas Berthold. imago images

Der frühere Nationalspieler Berthold ließ am Rande eines Benefizspiels am Sonntag in Geislingen durchblicken, dass ihn das Amt des Vorstandsvorsitzenden der VfB Stuttgart AG nicht reizt. "Mein Standpunkt steht, da gibt es kein Wenn und Aber", sagte der 54-jährige kicker-Kolumnist.

Ein Amt im Aufsichtsrat des Zweitligisten kann sich Berthold dagegen vorstellen. Darüber habe er mit den Verantwortlichen des Vereins bereits gesprochen. "Ich bin nur bereit, was zu machen in einem Team, wenn wir auch was durchbringen können. Ich habe den Verantwortlichen ganz klar gesagt, dass man eine Fußball-Philosophie etablieren muss, bei dem alle an einem Strang ziehen", so Berthold weiter.

Der Pokalsieger von 1997 sprach die Defizite bei den Stuttgartern aus seiner Sicht direkt an, nannte mangelnde sportliche Kompetenz und brandmarkte den sportlichen Ertrag der aktuellen Führungsgremien als "unterirdisch".

Auch die Suche nach einem neuen Präsidenten sieht Berthold kritisch: "Es ist für mich alles ein bisschen Provinztheater. Ich habe ein bisschen den Eindruck, man versteckt sich hinter seinen Statuten, Paragrafen, Gremien und so weiter."

Für das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Stuttgarter war zuletzt auch Jürgen Klinsmann im Gespräch gewesen. Der frühere Bundestrainer hatte seinem Ex-Verein aber abgesagt.

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