Präsident des FC Barcelona spricht über das Ende des Transferfensters

Bartomeu erklärt: Darum platzte der Neymar-Deal

Neymar und Barça-Präsident Josep Bartomeu

Aus einer Wiedervereinigung wurde in diesem Sommer nichts: Neymar und Barça-Präsident Josep Bartomeu. imago images

250 Millionen Euro Ablöse, ein Tauschgeschäft mit Ousmane Dembelé - oder eines mit Ivan Rakitic? Die Spekulationen um eine Rückkehr von Neymar kannten keine Grenzen in den vergangenen Wochen. Am Ende blieb das Altbekannte bestehen: Der Brasilianer, zwischen 2013 und 2017 bei den Katalanen und Champions-League-Sieger von 2015, ist weiterhin bei Paris Saint-Germain. Und Barcelona? "Muss" mit Neuzugang Antoine Griezmann sowie den weiterhin verfügbaren Stars Luis Suarez, Lionel Messi und Dembelé im Angriff leben.

Doch warum hat es mit einer Rückholaktion von Neymar nicht geklappt? Der Wechsel sei an den Forderungen von Paris Saint-Germain gescheitert, wie FCB-Präsident Bartomeu am Freitag mitteilte. "Aus dem Deal wurde nichts, weil wir die Forderungen von PSG nicht erfüllen konnten", so die offizielle Wortwahl des 56-Jährigen im klubeigenen TV-Sender. "Barça hatte sein Team schon geplant, doch die Möglichkeit, Neymar zu verpflichten, ergab sich dann aus der Marktsituation", erklärte Bartomeu darüber hinaus - und teilte zudem mit, dass die Personalie nicht in den Kellerakten verschwunden ist. Genauer: Anfang des neuen Jahres werde man erneut über dieses Thema sprechen.

Messi? Könnte tatsächlich ablösefrei gehen!

Bartomeu bestätigte zugleich jüngst aufgekommene Medienberichte, wonach Messi den spanischen Meister ablösefrei verlassen könne: "Leo Messi hat einen Vertrag bis 2020/21, aber der Spieler darf Barça vor dem Ende seiner letzten Saison verlassen." Allerdings möchten die Katalanen ihren wichtigsten Spieler bis 2021 und darüber hinaus halten. "Wir sind da sehr gelassen", versicherte Bartomeu.

Obwohl im Vertrag des Argentiniers eine Ablöse von 700 Millionen Euro festgeschrieben ist, habe sich Messi per Klausel das Recht vorbehalten, seinen Vertrag zum 30. Juni 2020 einseitig zu kündigen. Das hatten zuvor die Zeitung "El Pais" und andere Medien unter Berufung auf den Verein berichtet. Hintergrund der Klausel laut der katalanischen Zeitung "El Periodic": Messi, der seinen Herzensklub ohnehin nicht verlassen wolle, habe darauf bestanden, um Einfluss auf die Einkaufspolitik üben zu können.

"La Pulga" gehört schon seit 2004 dem Profiteam des FC Barcelona an und ist dort aktuell der dienstälteste Spieler. Der Vertrag des 32-Jährigen war 2017 bis zum 30. Juni 2021 verlängert worden. Und aktuell ist Messi wie auch Suarez verletzt, weswegen der Fehlstart der Blaugrana in Teilen zu erklären ist. In der laufenden Saison belegt Barça mit nur vier Punkten aus drei Partien lediglich Platz acht.

mag/dpa

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