Kommentar zur deutschen Startelf

Löw beantwortet die brisanteste Frage mit Werner

Timo Werner, hier rechts beim Trainingsspaß mit Jonas Hector

Wie gut ersetzt er Leroy Sané? Timo Werner, hier rechts beim Trainingsspaß mit Jonas Hector. picture alliance

Die großen Überraschungen sind ausgeblieben bei der Startelf-Nominierung von Joachim Löw. Der Bundestrainer muss beim EM-Qualifikations-Rückspiel gegen die Niederlande mit Leroy Sané, Leon Goretzka, Thilo Kehrer und Antonio Rüdiger vier Kräfte ersetzen, die beim 3:2 in den Niederlanden im März gestartet waren - und er hat sich für die naheliegenden Lösungen entschieden.

Jonathan Tah ist in der Dreierkette ebenso die logische Besetzung wie Lukas Klostermann rechts defensiv. Und während Goretzka vermutlich ohnehin nicht von Beginn an gespielt hätte, hat Timo Werner das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Julian Brandt als Nachrücker für Sané gewonnen.

Die Frage, wer den Platz des wohl größten Gewinners von Löws Umbruch bekommt, war die brisanteste. Und wie es gelingt, Sané zu ersetzen, wird auch nach der Partie das große Thema sein. Der Bundestrainer hatte Brandt für auffällige Trainingsleistungen gelobt, für Werner sprach letztlich auch die jüngste Bundesliga-Bilanz. Fünf Tore in drei Partien sind ein eindrucksvolles Empfehlungsschreiben des Leipzigers, der sich bevorzugt als echten Stürmer sieht. Sanés Ausfall bietet ihm nun die Chance, auf dem Flügel verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Sebastian Wolff

So spielt Deutschland gegen die Niederlande