Essen empfängt Uerdingen im Landespokal

Titz: "Vorweggenommenes Halbfinale oder Endspiel"

Auf Augenhöhe: Uerdingens Coach Heiko Vogel (li.) und Christian Titz von Essen.

Auf Augenhöhe: Uerdingens Coach Heiko Vogel (li.) und Christian Titz von Essen. imago images (2)

Zweiter in der Regionalliga West gegen den 17. der 3. Liga - allein die Tabellensituationen lassen darauf deuten, dass das Spiel der zweiten Landespokalrunde kein Selbstläufer für den klassenhöheren KFC wird. "Essen ist für mich eine Drittliga-Mannschaft", lobte Uerdingens Roberto Rodriguez im Interview auf der Vereinswebsite. "Die haben eine tolle Infrastruktur und wollen unbedingt aufsteigen."

Ähnlich sieht dies sein Trainer. "Essen hat einen großartigen Lauf, spielt sehr variablen, manchmal etwas speziellen Fußball", sagte Heiko Vogel und erklärt: "Im Spielaufbau hat der Torhüter zum Beispiel viele Ballkontakte. Sie werden uns alles abverlangen. Aber wenn wir unsere Top-Leistung abrufen, werden wir dort bestehen."

Einziger Drittligist vs. bester Regionalligist

Auch Essens Trainerpendant Christian Titz teilt diese Meinung: "Ich glaube, dass es eine Partie wird, auf der es für beide Seiten etwas geben kann. Wir wissen, dass wir auf einen Gegner treffen, der viele gute, individuelle Spieler in seinen Reihen hat. Man darf sich nicht von dem 17. Tabellenplatz täuschen lassen. Wir wissen aber, dass wir umgekehrt auch Qualität in unseren Reihen haben. Es wird eine offene Partie, deren Ausgang schwer vorhersehbar ist."

Während bei anderen Zweitrundenspielen teilweise Oberligisten auf Kreisligisten treffen, empfängt mit Uerdingen der einzige Drittligist den besten Regionalligisten im Feld. "Wir wissen, dass es im Pokal wie ein vorweggenommenes Halbfinale oder Endspiel ist", erkannte auch Titz. "Wenn du im Pokal weit kommen möchtest, triffst du irgendwann auf solche Kaliber und dann musst du sie schlagen."

mxb