Umrüstung zum e-Käfer - Technik vom Kleinwagen up!

Der Käfer fährt elektrisch

VW e-Käfer

Zweites Leben als Elektroauto: Der zum Stromer umgerüstete e-Käfer, hier als Cabriolet. Hersteller

Dem neuzeitlichen Käfer - lifestyligerweise "Beetle" genannt - hat VW eben erst das Lebenslicht ausgeblasen. Dafür widmet man sich wieder den Ur-Käfern: Besitzer eines solch historischen Fahrzeugs sollen selbiges demnächst auf Elektroantrieb umrüsten lassen können. "Der elektrifizierte Käfer verbindet die Faszination unserer Oldtimer mit der Mobilität von morgen", sagt Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender Volkswagen Group Components.

Das Vorhaben wird gemeinsam mit dem Unternehmen "eClassics" umgesetzt, das in Renningen bei Stuttgrt beheimatet ist. Dabei bedient man sich diverser Serienteile aus dem Fundus der Neuauflage des Kleinstwagens e-up!, konkret sind das der 60 kW (82 PS) starke Elektromotor und das Eingang-Getriebe.

200 Kilometer Reichweite

Das im Wagenboden verbaute Batteriesystem stellt 36,8 kWh bereit, das soll für eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern sorgen. An der CCS-Schnellladesäule holt sich der e-Käfer binnen einer Stunde Energie für über 150 Kilometer Fahrt.

VW e-Käfer

An der Strom-Tanke: Die Ladebuchse sitzt im hinteren Kotflügel. Hersteller

Durch den neuen Antrieb erhöht sich das Fahrzeuggewicht von ursprünglich 730 bis 930 Kilogramm auf 1280 Kilogramm, entsprechend werden Fahrwerk und Bremsen angepasst. Trotz der zusätzlichen Bürde absolviert der e-Käfer den Sprint von 0 auf 80 km/h in knapp vier Sekunden, als Spitze schafft er 150 Sachen.

E-Umrüstung für Bulli und Porsche 356?

Über die Kosten der Umrüstung schweigt sich VW noch aus. Wissen lässt man aber, dass der e-Käfer nur der Anfang ist. Weitere Oldies stehen schon auf der Agenda. "Gemeinsam arbeiten wir bereits daran, die Plattform für den Bulli vorzubereiten", sagt Schmall, auch der 356er Porsche sei als e-Version denkbar.

Ulla Ellmer