Wie Nmecha trifft der Heidenheimer erstmals für Deutschland

Dorsch: "Geiger und Baku sind Vorbilder"

Niklas Dorsch

Heidenheims Niklas Dorsch feierte im Trikot der U 21 seinen ersten Treffer für Deutschland. imago images

Bei einem Neubeginn mit gleich 19 Debütanten im Aufgebot ist es nicht verwunderlich, dass auch die Torschützen mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Debüttreffer verzeichnen. Nur der diesmal gleich als Kapitän auflaufende Johannes Eggestein (1) und Janni Serra (2) hatten auch in der alten U 21 bereits getroffen. Dennoch bemerkenswert ist, das beim 2:0-Erfolg gegen Griechenland am Donnerstag in Zwickau, Lukas Nmecha und Niklas Dorsch ihre jeweils ersten Tore für Deutschland überhaupt erzielten.

Kuntz: "Ich hoffe, dass Nmecha in Wolfsburg viel Spielzeit bekommt"

Der erst im März dieses Jahres zum DFB gewechselte Nmecha hatte immerhin in 31 U-Länderspielen für England schon achtmal getroffen, bei der U-21-EM im Sommer in Italien blieb er allerdings ohne Torerfolg. Nun hat auch der für den VfL Wolfsburg stürmende Nmecha auch für den DFB getroffen, eine Flanke von Felix Agu drückt der 20-Jährige mit dem linken Oberschenkel über die Linie. "Es war schön, ein Tor zu machen, im Verein habe ich bislang noch nicht so viel gespielt", so Nmecha. "Für Tore gibt es als Stürmer keinen Ersatz", weiß aus Erfahrung sein Trainer Stefan Kuntz, "es ist gut, dass er jetzt in Deutschland spielt, ich hoffe, dass er in Wolfsburg viel Spielzeit bekommt."

Erstaunlicher war allerdings, dass auch Niklas Dorsch seinen allerersten Länderspieltreffer verbuchte, schließlich war der Mittelfeldspieler zuvor bereits in 24 Partien für Deutschlands unteren U-Teams am Ball. "Mein erstes Tor überhaupt in allen U- Mannschaften, ich bin ja jetzt auch schon einige Zeit dabei, deswegen ist es etwas Besonderes, aber in der U 21 ist es noch viel besser", freute sich der Heidenheimer, der wie viele seiner Kollegen aktuell in der 2. Liga reift.

Dorsch: "Es bei Bayern München zu schaffen, wird immer schwieriger"

Dabei darf sich der 21-Jährige Deutscher Meister 2018 nennen, denn der bei Bayern München ausgebildete Dorsch kam im April dieses Jahres zu seinem einzigen Bundesliga-Einsatz des da schon feststehenden Meisters. Beim 4:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt brachte ihn Trainer Jupp Heynckes sogar in der Startelf, Dorsch erzielte prompt das 1:0. Der Durchbruch beim Rekordmeister blieb ihm dennoch verwehrt, im Sommer 2018 wechselte Dorsch nach Heidenheim.

"Es war der absolut richtige Schritt. Würde ich bei Bayern noch in der 2. Mannschaft kicken, wäre ich nicht in der U 21", sagt Dorsch, "man sieht ja, dass auch andere diesen Weg gehen und jetzt U 21 spielen. Es bei Bayern zu schaffen, wird immer schwieriger, da ist das auf Dauer eine Lösung. Wie man sieht, schafft man es auch so in den Profibereich."

Dennoch soll es nur eine Durchlaufstation sein. "Die Bundesliga ist natürlich das Ziel von allen in der U 21. Einige sind schon dabei, von denen kann man mit Sicherheit auch noch was lernen. Dennis Geiger in Hoffenheim oder Ridle Baku in Mainz", registriert Dorsch und schaut bei den Kollegen ganz genau hin, "super Jungs und alles Vorbilder, von denen man mit Sicherheit auch noch lernen kann, diesen Weg wollen wir auch gehen." Gute Auftritte in der U 21 können dabei nur helfen.

Michael Pfeifer