Maddens kleiner Bruder

Erste Infos zu Rugby 20

Erster Blick: Ein erster Screenshot von Rugby 20.

Erster Blick: Ein erster Screenshot von Rugby 20. Eko Software/Bigben Interactive

Ein neuer Teil der Rugby-Serie ist auf dem Weg: Nach einem Jahr zusätzlicher Entwicklungszeit folgt Rugby 20 auf Rugby 18. Im Sport-Genre ist solch ein Verhalten ungewöhnlich. Marktführer EA SPORTS und 2K bringen alle zwölf Monate neue Ableger von FIFA, Madden NFL oder NBA 2K raus. Eko Software ist jedoch ein deutlich kleineres Studio mit weniger Mitteln, aber nicht minder großen Änderungswünschen am Spiel. Und obwohl sich Fans 2017 gefreut hatten, dass ihre Lieblingssportart endlich wieder auf die Bildschirme kam, so folgte auch eine Menge Kritik.

Das Feedback kam bei Eko Software an und war Auslöser dafür, dass sich die Entwickler für den neuen Teil ein Jahr mehr Zeit nahmen. Alte Kritikpunkte sollen mit Rugby 20 ausgemerzt werden. Realitätsnähe und taktische Möglichkeiten stehen im Vordergrund. Hinzugekommen ist ein Taktikmenü mit zahlreichen neuen Strategien, die vor und im Spiel angepasst werden können. Das soll Rugby 20 die erwünschte Tiefe geben. Zudem passte Eko Software die stark kritisierten und immer gleichen Modelle sowie Animationen der Spieler an. Wie üblich bei Sportspielen, standen dem Studio dabei echte Sportler beiseite, um für eine möglichst authentische Optik zu sorgen. Auch bei Stadien und Menüs haben Entwickler am Aussehen gebastelt.

Spielcharakter bleibt erhalten

Trotz der Neuerungen fangen die Entwickler nicht an zu träumen. Für sie ist klar: Rugby 20 ist und bleibt ein Nischentitel und ein Spiel für Fans der Sportart. Es gibt zwar erneut ausführliche Tutorials, damit auch Anfängern der Einstieg gelingt. Dennoch befinden sich Rugby-Cracks klar im Fokus des Entwicklers.

Das ist auch gut so, denn im ersten Moment wirkt das Gameplay von Rugby 20 weiterhin abschreckend auf Fans anderer Sportsimulationen. Anstatt eines stetigen Spielflusses wird das normale Gameplay immer wieder für kleine "Minispiele" unterbrochen, wenn es zum Gedränge oder einer Gasse kommt. Das liegt zum Teil an der Natur des Spiels, macht den Einstieg aber nicht leichter.

Keine Mikrotransaktionen

Während Rugby 20 weiter hinter den großen Spielen hinterherhinkt, gibt es einen Punkt, wo es der Konkurrenz voraus ist: Im Solo-Modus, der ähnlich wie FIFA Ultimate Team funktioniert, gibt es keine Mikrotransaktionen. Wer ein gutes Team aufstellen will, kann daher nicht ins Portemonnaie greifen, sondern muss es sich im Spiel verdienen.

Ein genauer Release für Rugby 20 steht noch nicht fest. Das Spiel soll Anfang 2020 erscheinen.

Christian Mittweg