46-Jähriger unterschreibt Vertrag

Neuer NLZ-Chef: Wiesingers drittes Engagement beim Club

Michael Wiesinger

Erst Spieler und Trainer, jetzt Chef des NLZ beim 1. FC Nürnberg: Michael Wiesinger.

"Michael Wiesinger war unsere Wunschlösung für diese Position. Er kennt den FCN bestens, trägt das Club-Gen in sich und hat in seiner Laufbahn auch auf anderen Stationen viele wertvolle Erfahrungen gesammelt, die er in seiner neuen Aufgabe gewinnbringend einsetzen kann", wird FCN-Sportvorstand Robert Palikuca in einer Mitteilung des Klubs zitiert. "Ich wünsche ihm einen guten Start und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit."

Wiesinger kam erstmals 1993 an den Valznerweiher und blieb sechs Jahre. In dieser Zeit avancierte der schnelle Mittelfeldspieler zum Kapitän der Mittelfranken, absolvierte insgesamt 186 Pflichtspiele und trat in der Saison 1996/97 auch den bitteren Gang in die damalige drittklassige Regionalliga mit an.

2001 gewann er die Champions League mit den Bayern

1999 erfolgte der Wechsel zum FC Bayern München. In den beiden Jahren beim Rekordmeister gewann er den DFB-Pokal und zwei Meisterschaften. Zudem war er Teil der Mannschaft, die für die Münchner 2001 erstmals die Champions League gewann (fünf Einsätze).

Nach weiteren Stationen 1860 München (drei Jahre Bundesliga) und Wacker Burghausen (vier Jahre 2. Liga) ließ er in Weiden 2007/08 seine aktive Karriere ausklingen. Ab 2008 wechselte er in den Trainerbereich, zunächst als U-23-Coach der Ingolstädter. Im April 2009 beerbte er seinen ehemaligen Münchner Mitspieler Thorsten Fink als Interimstrainer.

Der Rechtsstreit mit dem KFC Uerdingen ist beendet

Ingolstadt führte er in zwei Relegationsspielen gegen Hansa Rostock von der dritten zurück in die 2. Liga. Nach missglücktem Saisonstart endete sein Engagement beim FCI im November 2010. Anschließend stieg er ab der Spielzeit 2011/12 in Nürnberg als U-23-Trainer ein. Zum Jahresbeginn 2013 übernahm er die Profi-Mannschaft, nachdem Dieter Hecking überraschend zur Winterpause nach Wolfsburg gewechselt war.

Im Oktober 2013 fand sein Profi-Trainer-Dasein nach einem 0:5 gegen den Hamburger SV ein abruptes Ende. Es folgten Engagements bei den Regionalligisten Elversberg (zweimal den Aufstieg in den Relegationsspielen verpasst) und Uerdingen. Von Juni 2017 bis März 2018 war Wiesinger Trainer beim damaligen Regionalligisten - der monatelange Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht zwischen Wiesinger und dem KFC wurde gerade erst beendet.

Nun schlägt er in Nürnberg ein neues Kapitel auf. "Ich freue mich sehr über die Rückkehr zum Club und insbesondere auf diese neue Aufgabe", sagte Wiesinger. "Wir haben hier ein gutes und hungriges Team, mit dem es künftig gilt, die vielen Talente hier beim Club bestmöglich zu fördern." Unterstützt wird er bei seiner Arbeit durch Daniel Wimmer (Sportlicher Leiter) und Oscar Cuquejo (Organisatorischer Leiter des NLZ).

bst

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