Makelloses Italien muss in der EM-Qualifikation zweimal auswärts ran

Bonucci lobt Mkhitaryan und schätzt Armenien: "Immer schwer"

Leonardo Bonucci

Möchte nach einem Cut am Auge mit Italien den Durchblick behalten: Azzurri-Abwehrchef Leonardo Bonucci. imago images

2:0 gegen Finnland, 6:0 gegen Liechtenstein, 3:0 in Griechenland und 2:1 gegen Bosnien-Herzegowina: Die italienische Nationalmannschaft ist überzeugend in die EM-Qualifikation für das Endturnier im nächsten Jahr gestartet und auf bestem Wege, nach dem arg enttäuschenden WM-Aus für Russland 2018 wieder Teil bei einem großen Event zu sein.

"Unser Ziel war es von Anfang an, uns so schnell wie möglich zu qualifizieren", sagte der seit 2018 angestellte Nationaltrainer Roberto Mancini am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Gastspiel innerhalb der Gruppe J im armenischen Erewan (Donnerstag, 18 Uhr, LIVE! bei kicker.de und live wie auf Abruf bei DAZN). Der 54-Jährige schob nach: "Wir haben es bislang gut gemacht. Doch jetzt kommen zwei essenzielle Partien, bei der es nach einer viermonatigen Pause Schwierigkeiten geben kann. Zum Beispiel, weil die Spieler nicht bei 100 Prozent sind. Doch auch, weil die armenische Liga bereits länger im Spielbetrieb ist und die armenische Nationalmannschaft gerade seit dem Erfolg in Athen (3:2 in Griechenland; Anm.d.Red.) Enthusiasmus versprüht."

Deswegen warnte Mancini auch sofort seine Schützlinge um Torwart Gianluigi Donnarumma, Alessandro Florenzi, Jorginho, Marco Verratti oder Federico Chiesa davor, die Aufgabe zu leichtfertig anzugehen: "Wir dürfen jetzt nicht glauben, dass wir ein einfaches Spiel vor der Brust haben. So etwas gibt es nicht. Armeniens größte Stärke ist der Angriff, dort haben sie einige gute Stürmer mit unterschiedlichsten Fähigkeiten. Wir sollten auf der Hut sein."

Bonucci hat den Schlüsselspieler ausgemacht

Italiens Abwehrchef Leonardo Bonucci, der wohl an der Seite von Alessio Romagnoli verteidigen wird (Giorgio Chiellini hat sich schwer am Knie verletzt), pflichtete seinem Trainer anschließend bei. Über den kommenden Gegner sagte der 32-jährige Juventus-Innenverteidiger und Aufbauspieler, der zuletzt beim wilden 4:3-Showdown gegen Napoli einen Cut am linken Auge erlitten hatte: "Wir wissen, dass die Armenier mit Selbstvertrauen gegen uns antreten und alles geben werden. Diese Spiele sind immer hart."

Henrikh Mkhitaryan

Aushängeschild in Armenien - und ab sofort Spieler der Serie A: Roma-Neuzugang und Ex-Dortmunder Henrikh Mkhitaryan. imago images

Darüber hinaus hob Bonucci den Kapitän der Armenier hervor, der in seinen Augen das gewisse Etwas versprüht - und seit wenigen Tagen auch Bestandteil der Serie A ist: Henrikh Mkhitaryan. Der 30-jährige Ex-Dortmunder ist erst am Ende der Sommertransferphase als echter Coup von Arsenal zur AS Roma gewechselt - und trifft somit vor seinem ersten Auftritt im Trikot der Giallorossi auf die gesamte italienische Auswahl.

"Damit hat die Roma ein großartigen Transfer gelandet", so Bonucci über den ehemaligen Gunner. "Mkhitaryan hat Erfahrung auf höchstem Niveau - und wir sind bereits einige Male aufeinandergetroffen. Ich kenne ihn. Ich war zum Beispiel sein Gegenspieler bei meinem ersten Champions-League-Heimspiel (1:1 gegen Schachtar Donezk am 2. Oktober 2012 inklusive eines Tors von Bonucci). Und obwohl die Serie A kein leichtes Pflaster ist, bin ich mir sicher, dass er sich schnell zurechtfinden und den Giallorossi helfen wird."

Bonucci über Can: "Ich weiß es nicht..."

Angesprochen wurde Bonucci an diesem Mittwoch auch, ob er denn überrascht war, dass sein Juve-Teamkollege Emre Can ("Ich bin sauer, wütend") nicht für den Champions-League-Kader der Alten Dame nominiert wurde. Seine Antwort: "Ich weiß es nicht, was mit Emre Can passiert oder genau abgelaufen ist. Ich möchte mich in diesen Tagen auch nur der Nationalmannschaft widmen. Es ist meine Pflicht, mich auf diese große Ehre zu fokussieren."

mag

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