Platzierungsrunde: Es geht noch um Olympia

Schröders Analyse und Bedingung - Jobgarantie für Rödl

Dennis Schröder und Henrik Rödl (hinten)

Enttäuschend und enttäuscht: Dennis Schröder mit Bundestrainer Henrik Rödl (hinten). imago images

"Ich habe im Moment keinen Grund, mir darum Sorgen zu machen, weil ich noch drei Spiele vor mir habe", erklärte Bundestrainer Henrik Rödl vor versammelter Presse in Bezug auf seine Position. Außerdem formulierte DBB-Präsident Ingo Weiss eine unmissverständliche Jobgarantie: "Es wird keinen Wechsel geben. Henrik Rödl steht nicht zur Disposition."

Komplett gelaufen ist die WM in China (alle Spiele live im Stream bei Magenta Sport) für Deutschland nämlich noch nicht: Die Platzierungsrunde um die Ränge 17 bis 32 steht nach dem verpassten Minimalziel Zwischenrunde noch aus, es geht in erster Linie um die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio - dafür wären im besten Fall drei Siege aus den drei verbleibenden Spielen notwendig, es gäbe aber auch noch eine andere Option.

In zwei Jahren lädt Deutschland zur Heim-EM

Dennoch denkt Rödl erst einmal kurzfristig. Was nach der WM passiere, "ist etwas, dass in jeder professionellen leistungssportorientierten Situation ähnlich ist". Vertrag hat der 50-Jährige noch bis einschließlich der Heim-EM 2021.

In zwei Jahren vor heimischem Publikum antreten will unter anderem Spielmacher Dennis Schröder, dessen Entscheidungsfindung nicht zuletzt in der Schlussphase gegen die Dominikanische Republik zu wünschen übrigließ: "Ich werde nicht sagen, ich bin nicht mehr dabei, weil wir bis jetzt noch kein erfolgreiches Turnier gespielt haben. Dafür bin ich ein zu großer Kämpfer" - obwohl gerade dieser Kampf, längst nicht nur bei Schröder, vielerseits bemängelt worden war.

Schröder nimmt sich in selbst in die Pflicht

"Natürlich ist jeder daran Schuld", erkannte auch der 25-Jährige an, der besonders sich selbst in die Pflicht nahm: "Ich nehme das auch in erster Linie auf mich, ich bin ja der Leader der Mannschaft. Da habe ich gar kein Problem mit", so Schröder - übrigens auch nicht damit, weiterhin im Nationaldress aufzulaufen: "In Zukunft haben wir sehr viel Potenzial und können viel erreichen. Solange auch alle mitziehen, bin ich dabei."

Die Gegner hatten mehr Energie als wir und haben sich füreinander gefreut. Wir haben das leider nicht so getan.

Nationalspieler Dennis Schröder

Dass alle in erster Linie am selben Strang ziehen, hätten sich Deutschlands Basketballfans schon beim aktuellen Turnier gewünscht, aus dem das DBB-Team - erstmals in der Geschichte gingen die ersten beiden Spiele verloren - bereits ausgeschieden ist. Nun geht es zeitnah um die Aufarbeitung der Ursachen, die von Schröder zum Teil immerhin bereits benannt werden können: "Die Gegner hatten mehr Energie als wir und haben sich füreinander gefreut. Wir haben das leider nicht so getan. Es war immer positiv im Training, aber im Spiel war es ein bisschen anders. Da hat jeder mit sich selbst gekämpft."

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