Berlins Neuzugang will bei der Hertha durchstarten

Wolf: "Eine gute Chance, mich zu zeigen"

Marius Wolf

In dieser Spielzeit in Blau-Weiß unterwegs: Neu-Berliner Marius Wolf. imago images

Im Rahmen der "Kiez-Training"-Serie des Klubs war Wolf mit seinem neuen Arbeitgeber am Dienstagnachmittag beim Landesligisten SSC Teutonia Hakenfelde im westlichen Berliner Stadtteil Hakenfelde zu Gast.

Knapp eine Stunde dauerte das "Kiez-Training" vor rund 1000 Hertha-Fans, und anschließend war Wolf natürlich ein sehr begehrtes Objekt für die Autogrammsammler und Selfie-Jäger. Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler, der für eine Gebühr von zwei Millionen Euro für ein Jahr von Borussia Dortmund ausgeliehen ist, fand seine erste Einheit "etwas Interessantes. Das hatte ich so noch nicht erlebt. Ich denke, das tut der Stadt und dem Verein gut."

Wolf will sich direkt anbieten

Wolf wiederum will seinerseits alles in die Waagschale werfen, damit seine Verpflichtung dem Team von Trainer Ante Covic auch guttut. Die Länderspielpause will der 1,87 Meter große und 79 Kilo schwere Profi dazu nutzen, "um so schnell die wie möglich die Mannschaft kennen zu lernen und mich anzubieten", wie er sagt. Seine Ziele: "Ich will mich weiterentwickeln, der Mannschaft helfen und die Ergebnisse einfahren. Ich bin da guter Dinge."

Der gebürtige Coburger hat sich trotz anderer Angebote für Hertha entschieden, "weil mich der Trainer und das Team positiv beeindruckt haben", so Wolf am Dienstag, "es ist für mich einfach eine gute Chance, mich zu zeigen". In Dortmund hatte sich Wolf nach seinem Wechsel von Eintracht Frankfurt nicht wie erhofft durchsetzen können (16 Ligaeinsätze in der Saison 2018/19, davon zehnmal Startelf). Und nachdem sich beim BVB keine entscheidende Veränderung seines Status' abzeichnete, "war für mich klar, dass ich woanders hin und spielen will", so Wolf.

Der neue Mann, der die Rückennummer 30 erhält und in Stürmer Pascal Köpke einen guten Kumpel im Hertha-Team hat (aus gemeinsamen Zeiten beim 1. FC Nürnberg), will seine Qualitäten für das Team von Covic gewinnbringend einsetzen. Als da wären: "Ich bin ein geradliniger und zielstrebiger Spieler. Ich gebe immer 100 Prozent."

Allerbeste Erinnerungen an das Olympiastadion

An das Berliner Olympiastadion hat der Blondschopf allerbeste Erinnerungen. Beim 2:1-Sieg von Eintracht Frankfurt bei Hertha am 3. Dezember 2017 traf Wolf damals zum zwischenzeitlichen 1:1, und am 19. Mai 2018 feierte der lauf- und sprintstarke Akteur im Eintracht-Dress mit dem DFB-Pokalsieg gegen Bayern München seinen bislang größten sportlichen Erfolg. "Es ist schön, in diesem Stadion Heimspiele austragen zu dürfen", betont er.

Der schwache Saisonstart von Hertha beunruhigt Wolf nicht. "Wenn du vier Jahre einen Trainer hast und dann etwas Neues kommt, braucht das natürlich etwas Zeit", stellt er klar, "wenn man die Spiele gesehen hat, waren die Leistungen nicht schlecht. Im Gegenteil: Man hat auch richtig gute Ansätze gesehen. Wenn wir einfach konzentriert weiter arbeiten, kommen auch die Ergebnisse dazu."

Andreas Hunzinger