Niedersachsen holen geballte Bundesliga-Erfahrung

Hannover schnürt den Doppelpack: Aogo und Stendera unterschreiben

Dennis Aogo und Marc Stendera

Lange Gegner in der Bundesliga, nun Teamkollegen in Hannover: Dennis Aogo (l., noch im Schalke-Trikot) und Marc Stendera. imago images

"Ich freue mich sehr, dass wir mit Marc und Dennis ein starkes Spielerduo dazubekommen", wird Cheftrainer Mirko Slomka auf der 96-Website zitiert: "Die zwei werden uns in Bezug auf Stabilität und Spielkontrolle definitiv guttun. Beide haben in der ersten Liga gespielt und bringen viel Erfahrung mit, die der gesamten Mannschaft bei ihren weiteren Entwicklungsschritten helfen wird. Auch menschlich sind es zwei richtig gute Typen, ein absoluter Gewinn für unseren Kader."

Stendera löste am Montag seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt auf, um sich eine neue Herausforderung suchen zu können. Der Rechtsfuß bringt die Erfahrung aus 78 Bundesligaspielen (fünf Tore) mit. "Marc Stendera ist aus meiner Sicht ein Mittelfeldspieler, der im Zentrum sehr gut die Fäden ziehen kann. Einen Mittelfeld-Macher wie ihn haben wir gesucht", lobt Slomka: "Einer wie er findet Lösungen, wenn sie dringend gebraucht werden. Genau das hilft uns."

Als die Anfrage kam, fand ich das super-spannend, weil 96 eindeutig nicht der typische Zweitligaklub ist.

Dennis Aogo

Aogo hatte nach dem Bundesliga-Abstieg in Stuttgart keinen neuen Vertrag mehr bekommen. Der Linksfuß, der zwölf A-Länderspiele für Deutschland aufweisen kann, machte im deutschen Oberhaus 257 Partien (drei Treffer). "Dennis Aogo hat in seiner bisherigen Karriere viele hundert Spiele bestritten, den haut so schnell nichts mehr um", unterstreicht Slomka: "Genau diese Erfahrung und Abgeklärtheit wird unsere neu justierte Mannschaft, die sich noch in der Findungsphase befindet, extrem bereichern. Ich sehe ihn als Fels in der Brandung, der uns in einer herausfordernden Saison helfen wird, defensiv sicherer zu werden."

Aogo bezeichnete 96 in der Pressemitteilung als "großen Verein", den er immer als solchen wahrgenommen habe. "Als die Anfrage kam, fand ich das super-spannend, weil 96 eindeutig nicht der typische Zweitligaklub ist. Hier steckt sehr viel Potenzial im ganzen Umfeld", so Aogo. Stendera gestand, dass er "schon seit einiger Zeit im Gespräch" mit den Niedersachsen gewesen sei. "Ich weiß aus den Gesprächen mit Mirko Slomka und Jan Schlaudraff (Hannovers Sportdirektor, d.Red.) genau, welche Rolle ich bei 96 einnehmen kann und was von mir erwartet wird. Es ist für mich ein kleiner Neustart." Dieser soll nach der Länderspielpause möglichst mit einem Heimsieg gegen Bielefeld (14. September) beginnen.

msc

Das sind die Neuzugänge der Zweitligisten