Ecuadorianer verlässt Team Movistar

Ineos rüstet weiter auf: Giro-Sieger Carapaz kommt

Richard Carapaz

Giro-Sieger Richard Carapaz wird ab nächster Saison für das Team Ineos fahren. imago images

Wie der britische Rennstall auf seiner Website bekanntgab, hat Carapaz einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben. "Ich freue mich sehr, hier zu sein", sagte der 26-Jährige, "Es ist eine großartige Gelegenheit, mich als Fahrer weiterzuentwickeln und zu wachsen."

Carapaz ist der erste Ecuadorianer, der eine Grand Tour gewinnen konnte und avancierte durch seinen Sieg beim diesjährigen Giro zu einem Volkshelden. Bei Ineos wird Carapaz die Fraktion der Südamerikaner erhöhen. Denn für die Briten fahren bereits Tour-Sieger Egan Bernal, Sebastian Henao und Ivan Sosa (alle Kolumbien) sowie Jhonatan Narvaez (Ecuador). "Ich kenne bereits etliche Fahrer und ich denke deshalb, dass ich mich schnell in die Gruppe einfügen werde", sagte Carapaz.

Sein Ziel für die kommenden Jahre ist dabei klar: "Ich möchte für Ineos ein paar großartige Triumphe einfahren", kündigte er an. Mit der alles dominierenden Mannschaft der letzten Jahre an seiner Seite sollte dies eigentlich kein Problem sein. Allerdings stellt sich die Frage, welcher der potenziellen Rundfahrt-Sieger im Team welche Chancen bekommt. Denn neben Carapaz und Bernal fahren für Ineos bekanntlich noch der viermalige Tour-Sieger Chris Froome, der nach seinem furchtbaren Sturz im Rahmen der Dauphiné in der kommenden Saison wieder angreifen will. Hinzu kommt noch Geraint Thomas, der in Frankreich 2018 triumphiert hatte sowie die aufstrebenden Talente Pavel Sivakov (22 Jahre, Russland) und der Brite Tao Geoghegan Hart (24).

"Wir freuen uns sehr, dass wir Carapaz unter Vertrag nehmen konnte", sagte Ineos-Boss Dave Brailsford. "Wir haben seine Entwicklung bereits seit etlichen Jahren verfolgt und sahen ihn schon seit längerer Zeit als potenzielle Verstärkung für unsere Mannschaft."

Movistar verliert zweiten Rundfahrt-Sieger

Während Ineos also weiter aufrüstet, verliert das Team Movistar binnen weniger Stunden seinen zweiten starken Rundfahrer. Erst am Montagnachmittag wurde offiziell, dass Nairo Quintana für den Zweitligisten Arkea Samsic fahren wird. Der Kolumbianer hatte 2014 den Giro und 2016 die Vuelta gewonnen. Der eher introvertierte 29-Jährige gilt am Berg als einer der stärksten Fahrer im Peloton.

jer

Tränen, Santa Claus, Schnee und Spiegelung