Crossover Kona als Hybrid - Mehr Reichweite für den Ioniq Elektro

Hyundai: Stärker unter Strom

Hyundai Kona Hybrid

Hyundai Kona Hybrid: Der Crossover arbeitet mit einer Systemleistung von 104 kW/141 PS. Hersteller

Äußerlich unterscheidet sich die Hybrid-Variante des Crossovers kaum von den konventionell beziehungsweise elektrisch angetriebenen Modellen. Im Innenraum finden sich allerdings die für die Hybridtechnik notwendigen Instrumente. Ins Auge fallen zudem Retuschen wie die weißen Einfassungen der Lüftungsöffnungen. Sie sollen den Hybrid-Kona wohl doch etwas von den anderen Varianten abheben. Nicht ganz überzeugend wirkt dagegen die Materialwahl mit Teilen aus Hartplastik. Da hätte man sich etwas mehr Wertigkeit gewünscht.

141 PS Systemleistung

Bei dem umweltschonenden Antrieb kooperiert ein 77 kW/105 PS starker 1,6-Liter-Vierzylinder mit einem 32 kW/43,5 PS leistungsfähigen Elektromotor. Daraus resultiert eine Systemleistung von 104 kW/141 PS. Ein Sechsgang-DCT-Getriebe überträgt die Kraft an die Vorderräder. Wichtig zu wissen: Der Kona Hybrid ist kein Plug-in-Hybrid, er lässt sich also nicht an der Steckdose aufladen und kann nur über sehr kurze Strecken rein elektrisch fahren.

Nach dem Start verhält sich der Kona wie alle Hybridmodelle praktisch geräuschlos, um nach den ersten Metern den Verbrennungsmotor in den Vortrieb einzubinden. Das alles geschieht geschmeidig und unaufgeregt. Der Fahrer erkennt an der Anzeige im Hybrid-Instrument den jeweiligen Fahrzustand. Wer zurückhaltend fährt und das Gaspedal entsprechend behandelt, wird feststellen, wie hoch der Anteil des rein elektrischen Fahrens tatsächlich ist. Vor allem im Stadtverkehr lässt sich der Kona Hybrid zum großen Teil lokal emissionsfrei bewegen.

Hyundai Kona Hybrid

Nicht für die Steckdose: Die Batterie des Kona Hybrid lässt sich nicht extern aufladen. Hersteller

Der bei DCT-Getrieben und bei anderen Hybridmodellen auftretende "Gummizug-Effekt" ist ebenso weitgehend ausgemerzt wie das Aufheulen des Motors beim Beschleunigen. Bis rund 130 km/h arbeitet der Hyundai-Hybrid akustisch zurückhaltend, erst oberhalb der üblichen Autobahngeschwindigkeit machen sich die Fahrgeräusche deutlicher bemerkbar.

Für den Sprint von Null auf 100 km/h vergehen 11,2 Sekunden, bei 160 km/h endet der Vortrieb. Das straff abgestimmte Fahrwerk lässt kurze Bodenwellen spüren, trotzdem ist es nicht unkomfortabel. Den Verbrauch gibt Hyundai mit 3,9 bis 4,3 Liter an. Auf ersten Probefahrten in den temporegulierten Niederlanden lag der Wert bei knapp fünf Liter auf 100 Kilometer.

Öko-Fahrassistent an Bord

Ein sogenannter Öko-Fahrassistent hilft, den Benzinverbrauch zu senken, indem der Fahrer auf Basis der Daten des (optionalen) Navis darauf hingewiesen wird, den Fuß vom Gaspedal zu lupfen. Außerdem ist der Kona dann mit einem Batteriemanagement ausgerüstet, das den Einsatz des Akkus optimal steuert. Dabei wird die Batterie vor einer Steigung mittels des Verbrennungsmotors vorsorglich geladen, damit der Elektromotor unterstützend eingreifen kann. Bergab fließt per Rekuperationsfunktion wieder Strom zurück. Zusätzlich stehen zwei Fahreinstellungen zur Verfügung: In "Eco" ist der Kona besonders energieeffizient unterwegs. Wenn es mal etwas schneller sein soll, hilft die Einstellung "Sport", zum Beispiel beim Überholen.

Hyundai Kona Hybrid

Interieur: Hier fallen die weiß umrandeten Lüftungsdüsen auf. Hersteller

Den Kona-Fahrer unterstützen zahlreiche Sicherheitssysteme: Zu den Assistenten, die je nach Ausstattung serienmäßig an Bord sind, gehören unter anderem ein Warnsystem für Frontkollisionen, das auch Radfahrer und Fußgänger erkennt sowie ein Notbremsassistent, ein Totwinkelassistent und eine Ausparkhilfe. Der Kona Hybrid, der ab 26.990 Euro angeboten wird, kommt in den nächsten Wochen zu den Händlern. Bis zum 30. September erhalten Kunden einen Nachlass von 3000 Euro.

Hyundai Ioniq Elektro

Er fährt ausschließlich mit Strom: Der Hyundai Ioniq Elektro bringt es auf eine Reichweite von 311 Kilometern. Hersteller

Ioniq Elektro mit mehr Power

Neben dem neuen Kona Hybrid präsentiert Hyundai auch den überarbeiteten Ioniq Elektro. Auffälligstes Merkmal: Die um 36 Prozent auf 38,3 kWh verstärkte Batterie. Dadurch verbessert sich die Reichweite laut Hersteller um 30 Prozent auf 311 Kilometer (nach WLTP). Der Elektromotor leistet jetzt 100 kW (136 PS) und bietet vom Start an ein maximales Drehmoment von 295 Newtonmetern. Um die Reichweite weiter zu verbessern, besitzt der Ioniq nun vier Rekuperationsstufen, die über Schaltwippen am Lenkrad gesteuert werden können. Preislich startet der überarbeitete Ioniq bei 34.990 Euro.

Ingo Reuss

Hyundai Kona Hybrid in Kürze:

Wann er kommt: Ist bereits bestellbar

Wen er ins Visier nimmt: Kia Niro Hybrid, Toyota C-HR

Was ihn antreibt: 1,6-Liter-Vierzylinder mit 77 kW/105 PS, Elektromotor mit 32 kW/43,5 PS, Systemleistung 104 kW/141 PS

Was er kostet: Ab 26.990 Euro

Hyundai Ioniq Elektro in Kürze:

Wann er kommt: Ab Herbst 2019

Wen er ins Visier nimmt: Nissan Leaf, VW e-Golf, Kia e-Soul

Was ihn antreibt: Elektromotor mit 100 kW/136 PS

Was er kostet: Ab 34.990 Euro

Kona Hybrid, Ioniq Elektro: Hyundai auf Elektro-Kurs