Schwede spielte zum 200. Mal für Borussia

Wendt: Kleines Jubiläum, großer Frust

Gladbachs Oscar Wendt

Trauriges Jubiläum: Gladbachs Oscar Wendt. imago images

Selten spielt er spektakulär, fast immer äußerst zuverlässig, im besten Sinne solide. Auch in der neuen Runde jedenfalls hat Oscar Wendt bisher noch keine Pflichtspiel-Minute verpasst. Der Schwede spielte beim 1:3 gegen Leipzig zum 200. Mal in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach. Ohnehin hat kein ausländischer Spieler mehr Partien für die Fohlen absolviert als er.

"Nach so einer Niederlage kann ich mich natürlich nicht so wirklich darüber freuen", sagte der 33-Jährige in einem Interview auf der Borussia-Homepage. "Aber das ist schon eine tolle Sache. 200 Bundesligaspiele, alle für Borussia, das ist schon etwas Großes."

200 Bundesligaspiele, alle für Borussia, das ist schon etwas Großes.

Oscar Wendt

Der kicker-Notenschnitt von 3,5 in der laufenden Saison belegt den Wert des Linksfüßers für Borussia. Natürlich hat er so seine Probleme gegen quirlige, sehr schnelle Gegenspieler, aber ansonsten löst Wendt viele Situationen durch gutes Stellungsspiel - und eben mit dem Auge des Routiniers.

Sein Fazit nach der Heimniederlage: "Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war gut. Man muss aber auch so ehrlich sein, zu sagen, dass Leipzig es schon gut gemacht hat." Die bittere Bilanz: "Sie haben dreimal super abgeschlossen bei den drei Toren." Dennoch, so findet Wendt, "sind wir auf einem guten Weg. Die Leistung der Mannschaft war in Ordnung, nur das Ergebnis nicht."

Wie gesagt, 200 Spiele hat Wendt bisher für Borussia absolviert, das 201. wird nicht nur für ihn ein ganz besonderes. Nach der Länderspielpause treten die Borussen beim 1. FC Köln an, für die Fans stets eines der wichtigsten Spiele der Saison.

Der Ausblick des Schweden: "Ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Spielen dann auch für eine solche Vorstellung belohnen. Wir müssen jetzt mitnehmen, was wir gut gemacht haben." Seine Ankündigung: "Wir können in allen Belangen noch zulegen."

Das Derby in Köln wäre der ideale Anlass, den Worten auch Taten folgen zu lassen.

Oliver Bitter

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