Aber ohne Sponsor geht es nicht

Frauenteams im Football Manager - "definitiv vorstellbar"

Frauen im Football Manager - sehr gerne, sagt Studio Director Miles Jacobson, aber es fehlt am Geld.

Frauen im Football Manager - sehr gerne, sagt Studio Director Miles Jacobson, aber es fehlt am Geld. kicker eSport

Für den Football Manager 2019 hatte sich Entwickler Sports Interactive in einige Unkosten gestürzt, um sich die Bundesliga-Lizenz an Land zu ziehen. Ein Investment, was sich gelohnt hat. Dass die Entwickler noch weitere Ideen haben, hatte uns Studio Director Miles Jacobson in Gesprächen bereits mitgeteilt. Wir wollten aber auch wissen, wie es möglicherweise mit neuen Ligen oder Lizenzen aussieht. Frauenmannschaften im Football Manager, könne sich Jacobson so etwas vorstellen? "Definitiv", platzt es aus dem FC-Watford-Fan heraus, "wir haben darüber kürzlich viel gesprochen." Man habe das schon vor einigen Jahren anstoßen wollen, nur war es finanziell nicht möglich.

Finanzielle Unterstützung muss da sein

Schwung in die Diskussion brachte nun die Frauen-WM in Frankreich. Die Präsenz im TV wäre dementsprechend hilfreich gewesen, um das Thema erneut anzufachen. Aktuell würden jedoch die finanziellen Mittel fehlen. Um Lizenzen zu beschaffen bräuchte man 3 Millionen Britische Pfund, die man über Sponsoren generieren müsste. Erste Gespräche hätte es bereits gegeben. Sollten sich Kooperations-Partner finden lassen, wäre der nächste Prozess die Spielerinnen technisch umzusetzen, was nicht so einfach sei, laut Jacobson. Es würde Zeit in Anspruch nehmen alle Animationen akkurat ins Spiel einzupflegen.

EA habe das schon gut hinbekommen. "Aber wenn du versuchst, männliche Animationen auf ein weibliches Model anzuwenden, sehen die aus wie Cowboys. Einfach lächerlich. Also müssen wir alles auf weibliche Spieler umwandeln, ebenso wie die Textpassagen, damit alles passt." Weibliche Models hätte man aufgrund der Tatsache, dass es schon weibliche Trainer im Football Manager 2019/20 gibt, aber es müssten noch weitere Punkte beachtet werden, denn "wenn wir das machen, dann wollen wir es auch richtig machen", bekräftigt Jacobson. "Wir würden es sehr gerne umsetzen, selbst wenn wir nur die Hälfte der benötigten Mittel in Aussicht hätten, aber im Moment könnten wir es finanziell nicht stemmen".

Nicole Lange