Kein Interesse mehr von Sporting - ein Neuer ist noch möglich

Paulinho bleibt - Rolfes: "Abgänge gibt es sicher nicht mehr"

Leverkusens Paulinho

Bleibt bei Bayer: Leverkusens Paulinho. imago images

Schraubt Bayer 04 Leverkusen am letzten Tag der Sommertransferperiode nochmal am hoch karätig besetzten Kader? Einen Transfer, mit dem sich der Klub in den vergangenen Wochen beschäftigte, wird jedenfalls nicht stattfinden. Europa-League-Teilnehmer Sporting Lissabon hatte mehr als ein Auge auf Leverkusens Offensivtalent Paulinho (19) geworfen.

Die Portugiesen zeigten Ambitionen, den 2018 für 18,5 Millionen Euro von Vasco da Gama Rio de Janeiro nach Leverkusen gekommenen Rechtsfuß auf Leihbasis für eine Saison zu verpflichten. Doch inzwischen ist das Interesse erloschen. Sporting, das am Wochenende eine 2:3-Heimpleite gegen den FC Rio Ave kassierte und dringend nach Angreifern fahndet, beschäftigt sich mit anderen Kandidaten.

Damit ist nun auch endgültig klar, dass Bayer 04 keinen Spieler des aktuellen Kaders mehr ziehen lassen wird. "Abgänge wird es sicher keine mehr geben", erklärt Simon Rolfes. Allerdings möchte Leverkusens Sportdirektor es umgekehrt nicht ausschließen, dass der Champions-League-Teilnehmer noch einen Spieler verpflichten. Ob noch jemand kommt oder eben nicht, sei offen.

Noch gesucht: ein Innenverteidiger mit starkem linkem Fuß

Bayer 04 ist also noch auf dem Markt aktiv, um eventuell am Deadline-Day am Montag den Profi-Kader nochmal für den Tanz auf drei Hochzeiten zu verstärken. Einen Innenverteidiger, der am besten über einen starken linken Fuß verfügt, ist die Idealvorstellung. Unter den gehandelten Kandidaten soll der mögliche Neue aber nicht zu finden sein. Auch Jan Vertonghen wird nicht den Weg nach Leverkusen finden. Dass Tottenham den belgischen Nationalverteidiger beim 2:2-Unentschieden beim FC Arsenal im Londoner Stadtderby erstmals in dieser Saison und von Beginn an einsetzte, ist zudem als eindeutiges Indiz dafür anzusehen, dass die Spurs den Routinier kurzfristig nicht abgeben werden.

Qualitätsspieler soll kommen, kein Auffüll-Kandidat

Gesichert ist: Schlägt Bayer nochmal auf dem Transfermarkt bei einem zentralen Abwehrspieler zu, wird es sich nicht um einen Akteur für die Breite handeln. Bei vier Innenverteidiger, Jonathan Tah, Sven Bender, Aleksandar Dragovic und Panagiotis Retsos, würde nur ein Zugang, der sich mindestens auf Augenhöhe mit dem Stammduo Tah/Bender befindet, Sinn ergeben. Absoluten Druck sieht man bei Bayer dafür nicht. Nicht umsonst, betonten die Verantwortlichen wiederholt, dass man bei der Sondierung des Marktes nicht unbedingt auf die Position des zentralen Verteidigers festgelegt ist.

Stephan von Nocks

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