Schrecklicher Unfall in der berüchtigten Eau Rouge

Franzose Hubert stirbt bei Formel-2-Rennen

Anthoine Hubert

Anthoine Hubert wurde nur 22 Jahre alt. Imago Images

Formel-2-Neuling Hubert, der auch Teil des Nachwuchsprogramms bei Renault ist, schlug mit seinem Wagen vom Team BWT Arden nach der berüchtigten Kurve Eau Rouge in Folge eines anderen Vorfalls zunächst in die Begrenzungsmauer ein und wurde zurück auf die Strecke geschleudert. Der Amerikaner Juan Manuel Correa konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr mit voller Geschwindigkeit hinein. Während sich der 20 Jahre alte Correa überschlug und sein Fahrzeug kopfüber auf der Strecke liegenblieb, zerbrach Huberts Bolide in mehrere Teile.

Es war sofort zu erkennen, dass es sich um keinen gewöhnlichen Rennunfall handelte. Die Fernsehkameras zeigten schnell keine Bilder vom Ort des Geschehens mehr, an einen Neustart des Wettkampfs war nicht zu denken. Rettungskräfte eilten in mehreren Einsatzwagen schnell herbei, um die Nachwuchspiloten zu versorgen. Hubert konnte offenbar nicht geholfen werden - er starb im Medical Center noch an der Strecke.

Der Zustand des in Ecuador geborenen Correa sei stabil, hieß es von der FIA. Er wird in einem Krankenhaus im nahen Lüttich behandelt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es mehr Informationen über seine Verletzungen geben.

Die verbleibenden Autos wurden anschließend direkt zurück in die Boxengasse geholt. Weitere Fahrer waren beteiligt, zunächst blieb der Grund für das Chaos jedoch unklar.

Der deutsche Rennfahrer Mick Schumacher war in den Unfall nicht verwickelt, da sich dieser im hinteren Teil des Feldes abspielte. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher war im ersten Rennen nach seinem Premierensieg von Platz sechs gestartet und lag beim Abbruch auf Rang neun. Den Zusammenprall konnte er aus seiner Position nicht sehen.

Auch der Ablauf in der Formel 1, die ebenfalls an diesem Wochenende auf dem Kurs in den Ardennen stattfindet, wurde schon vor dem Bekanntwerden des Todes beeinflusst. So sagte das Weltmeisterteam Mercedes kurzfristig einen Medientermin ab, an dem auch Renault-Teamchef Cyril Abiteboul teilnehmen sollte. Zudem ist das Sprintrennen der Formel 2 am Sonntag am späten Abend abgesagt worden.

dpa