Leverkusens Trainer nach der Nullnummer gegen Hoffenheim

Boszs Rechnung: Sieben sind zwei zu wenig

Peter Bosz

Mit dem Gesamtresultat nicht zufrieden: Bayer-Coach Peter Bosz. Imago Images

Die Zahlen lesen sich wie bei einem Schützenfest: 20:6 Torschüsse gepaart mit 75 Prozent Ballbesitz, 545:139 angekommener Pässe und einem Eckenverhältnis von 19:0. Der isolierte Blick auf die Statistiken des Spiels zwischen Leverkusen und Hoffenheim erzählen aber nur die halbe Wahrheit, denn das Spiel in der BayArena endete torlos.

"So, wie Leverkusen derzeit in Form ist, können wir zufrieden sein", gestand Hoffenheims Mittelfeldspieler Grillitsch bei "Sky", der mit seiner Aussage Bezug auf die bisherige Bayer-Saison nahm. Dem 4:1 im Pokal gegen Aachen folgten in der Liga ein 3:2-Auftaktsieg gegen Paderborn sowie ein überzeugender 3:1-Erfolg in Düsseldorf.

Bayer-Trainer Bosz zeigte sich auf der anschließenden PK zwar mit der Leistung seiner Schützlinge im Grunde einverstanden: "Auch wenn wir uns nicht viele klare Torchancen erspielt haben, denke ich, dass wir absolut überlegen gespielt haben. Es war das beste Spiel, das ich in dieser Saison von meinem Team gesehen habe." Der Niederländer stellte basierend darauf aber auch die alles entscheidende Rechnung auf: "Sieben Punkte aus drei Spielen sind meiner Meinung nach zu wenig."

Zustimmung erhielt Bosz prinzipiell auch vom Hoffenheimer Grillitsch, der zugleich aber seine ganz eigene Rechnung aufstellte: "Wenn wir am Ende ein Tor machen und keines bekommen, dann gewinnen wir." Chancen hierfür waren durchaus da, gerade Ishak Belfodil war bis zu seiner Auswechslung sehr bemüht, jedoch wurden die wenigen Umschaltmomente nur selten sauber ausgespielt.

Bayer-Keeper Lukas Hradecky wurde nur selten geprüft, weshalb der Finne sein eigenes Fazit zog. "Ich war heute fast nur Zuschauer." Und die größte Unterhaltung, so Hradecky im Scherz, war für ihn ohnehin, "dass ich die Live-Statistik der Ecken von hinten aus mitverfolgen konnte."

Apropos Ecken: Hoffenheim Trainer Alfred Schreuder sah neben dem Punktgewinn das Positive an Leverkusens Eckballflut, schließlich "brauche ich mit meinem Team in der kommenden Woche keine Standards mehr trainieren", scherzte der Niederländer.

ssc

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