Bayerns Tor-Gala - Kalte Dusche für den BVB

Werder jubelt erstmals dank Osako - Frankfurter Festtage gehen weiter

Matchwinner für Frankfurt: Stürmer Goncalo Paciencia.

Matchwinner für Frankfurt: Stürmer Paciencia. imago images

Frankfurter Festtage gehen weiter: Dost und Paciencia sorgen für Sieg gegen Fortuna

Am Donnerstag gab es die Eintracht-Party im Europapokal nach dem Einzug in die Gruppenphase der Europa League. Am Sonntagabend jubelten die Frankfurter über das späte, aber verdiente 2:1 gegen Düsseldorf in der Liga. Die Fortunen gingen durch Hennings in Front, doch Joker Dost und Paciencia drehten den Spieß um. Die Hessen taten sich lange schwer gegen die aggressiven Düsseldorfer und lagen auch verdient nach Hennings präzisem Kopfball zurück. In der Halbzeitpause reagierte SGE-Trainer und brachte Neuzugang Dost. Eine gute Idee, denn der Niederländer machte in der 57. Minute den Ausgleich - auf Vorarbeit von Paciencia. Den umjubelten Siegtreffer besorgte dann der Portugiese in der Schlussphase selbst - und setzte die Feststage der Eintracht vor der Länderspielpause fort.

Erste Punkte für Bremen: Osako führt Werder zum Heimsieg gegen Augsburg

Jubel über den Doppelpack: Bremens Yuya Osako.

Jubel über den Doppelpack: Bremens Yuya Osako. imago images

Werder Bremen hat am 3. Spieltag die ersten Punkte eingefahren. Die Hanseaten besiegten am Sonntagnachmittag den FC Augsburg 3:2. Matchwinner für die Kohfeldt-Elf war Osako, der doppelt traf. Auch Augsburg hatte einen Doppeltorschützen in seinen Reihen, aber Vargas konnte nur zweimal ausgleichen. Den besseren Start erwischten die Bremer, die nach Füllkrugs Zuckerpass und Osakos Sprintstärke sowie Coolness in Führung gingen. Der Jubel hielt nicht lange, denn Vargas schlug fast postwendend zurück. Bremen drückte bis zur Halbzeitpause, kam aber nur zu einem weiteren Treffer: Sargent überlupfte gekonnt FCA-Keeper Koubek und schob lässig zum 2:1 ein. Ab der 34. Minute musste der FCA zu zehnt auskommen, weil, Lichtsteiner die Ampelkarte sah. Augsburg schlug 52 Sekunden nach der Pause zurück, wieder war Vargas mit dem abermaligen Ausgleich zur Stelle. Das letzte Wort hatte dann aber wieder der SV Werder und Osako: Der Japaner vollstreckte per Volley zum 3:2.

BVB rätselhaft uninspiriert - Tollhaus Alte Försterei

Unions Andersson (re.) jubelt über sein Tor zum 3:1 gegen Dortmund.

Unions Andersson (re.) jubelt über sein Tor zum 3:1 gegen Dortmund. imago images

Die Vorfreude an der Alten Försterei war vor dem Duell mit dem Vize-Meister am Samstagabend riesengroß und die Energie von den Rängen übertrug sich schnell auf die Mannschaft von Urs Fischer. Der Aufsteiger kämpfte leidenschaftlich, befreite sich aber auch immer wieder spielerisch und setzte Nadelstiche. Zur Führung reichte den Eisernen eine einstudierte Ecke: Bülter vollstreckte per Flachschuss. Der Jubel wahrte aber nur wenige Minuten, dann glich Paco Alcacer auf Zuspiel von Sancho aus. Es war der mehr als verdiente Lohn für ein klares Chancenplus, allerdings hielten die Unioner bis zum Halbzeitpfiff gut mit. Und nicht nur das: Nach dem Seitenwechsel war wieder Bülter zur Stelle, der den Abpraller nach Anderssons Großchance gekonnt ins Eck zum 2:1 einschob. Nun war der BVB gefordert, doch die Favre-Elf machte aus den sich bietenden Räumen viel zu wenig. Vielmehr zeigten sich die Schwarz-Gelben in der Defensive speziell bei Standards enorm anfällig und kassierte nach einer schlecht abgewehrten Ecke den dritten Treffer zum 3:1 für Union - das Stadion glich nun einem Tollhaus. Danach agierte Dortmund phasenweise rätselhaft uninspiriert.

Nach dem Rückstand drehen die Bayern auf - Pavard oft im Blickpunkt

Drei Bayern-Torschützen: Davies (li.),Lewandowski und Alaba.

Drei Bayern-Torschützen: Davies (li.),Lewandowski und Alaba. imago images

Der FC Bayern startete gegen Mainz 05 am Samstagnachmittag erstmals mit den Neuzugängen Perisic und Coutinho, doch die Rheinhessen standen zunächst sehr sicher und jubelten nach der ersten Chance: Nach Ballverlust Pavard nickte Boetius unhaltbar für Keeper Neuer ein. Die Führung der bislang punktlosen Schwarz-Elf hielt lange, die Bayern agierten zunächst einfallslos, doch erhöhten sie vor der Halbzeitpause den Druck. Mainz begann immer mehr zu wackeln und musste durch Pavards Volleyschuss und Alabas traumhaften Freistoßschlenzer zwei Gegentore schlucken. Im zweiten Abschnitt wurde das Bayern-Spiel direkt schwungvoll und effizient - nach Pavards Flanke versenkte Perisic per Kopf zum 3:1. Nun war die Gegenwehr der Gäste gebrochen: Coman erhöhte mit einem feinem Dropkick zum 4:1, Lewandowski per Drehschuss zum 5:1 und den 6:1-Endstand besorgte Joker Davies. Die Kovac-Elf springt nach oben, die Nullfünfer bleiben punktlos und Tabellenletzter.

Zwei Hertha-Eigentore helfen Schalke

Die Schalker waren nach zwei Spieltagen noch ohne eigenes Tor, gegen Hertha BSC sollte der Knoten platzen. Zunächst aber vergab Berlins neuer Stürmer Lukebakio alleine vor Nübel die mögliche Führung für die Hauptstädter. Der Schuss ging dann nach hinten los: Abwehrmann Stark lenkte Caligiuris Hereingabe etwas unbeholfen ins eigene Netz zur Führung der Königsblauen. Beinahe hätte der Herthaner Innenverteidiger auch den nächsten Schalker Treffer verschuldet, als er völlig orientierungslos Burgstaller im eigenen Strafraum übersah, doch der Österreicher hämmerte den Ball alleine vor Jarstein den Ball weit drüber. Auch im zweiten Durchgang konnten die Schalker dank gütiger Mithilfe der Berliner jubeln. Diesmal stocherte Rekik einen Schuss von Burgstaller ins eigene Tor zum 2:0. Einen eigenen Treffer legten die Knappen aber doch noch nach: Kenny erzielte per strammem Rechtsschuss den 3:0-Endstand.

Keine Tore in Leverkusen - Bayers Offensive ohne Effizienz

Leverkusen gegen Hoffenheim - dieses Duell versprach zuletzt immer viele Tore (19 Treffer in fünf Partien), doch an diesem Samstag war im ersten Abschnitt Flaute angesagt. Das lag vor allem an der TSG, die kaum Ballbesitz hatte und dennoch beim Konter über Belfodil die Führung verpasste. Leverkusen dominierte, ohne wirklich gefährlich zu werden. Bei Bayers neun Torschüssen in den ersten 45 Minuten wurde es für Baumann im Tor der Kraichgauer kaum gefährlich. Im zweiten Abschnitt machte die Schreuder-Elf etwas mehr - Belfodil war dem Tor abermals nahe. Leverkusen meldete sich erst nach einigen Wechseln zurück und drängte in der Schlussphase vehement auf das erste Tor, doch das Duell endete letztlich torlos.

Erster Punkt für Paderborn - Große Sorgen um Wolfsburgs Schlager

Paderborn reiste mit null Punkten nach Wolfsburg, der VfL dagegen hatte bisher die maximale Ausbeute eingefahren. Zunächst waren die Niedersachsen auch überlegen, aber mit der Knieverletzung von Mittelfeldmann Schlager stockte das Spiel der Glasner-Elf. Der Aufsteiger nutzte dies prompt aus und kam durch Oliveira Souzas Flachschuss zur Führung. Diese war durchaus verdient, denn der VfL agierte im Vorwärtsgang harmlos. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Der gerade eingewechselte Mehmedi eroberte den Ball, Weghorst legte für Brekalo auf und der hämmerte den Ball ins kurze Eck zum Ausgleich. Nun war das Duell und bis zum Schlusspfiff völlig offen, die Wolfsburger versuchten sofort nachzulegen, doch liefen sie auch in gefährliche Konter der Paderborner. Unter dem Strich blieb es bei dem verdienten Remis - für den Neuling aus Ostwestfalen ist es der erste Zähler.

Köln jubelt erstmals dank Skhiri

Jubel in der Nachspielzeit: Kölns Skhiri macht das 2:1 in Freiburg.

Jubel in der Nachspielzeit: Kölns Skhiri macht das 2:1 in Freiburg. imago images

Der SC Freiburg verliert erstmals, die Breisgauer unterlagen Aufsteiger Köln mit 1:2. In einer engen Partie hatten die Westdeutschen zunächst das erste Tor erzielt, doch Schindlers Treffer wurde wegen Foulspiel von Drexler aberkannt. Kurz darauf kam es für den FC noch dicker: Günter flankte von links scharf nach innen und Czichos lenkte den Ball in den eigenen Kasten. Nach dem Seitenwechsel wurde Köln dann zielsicherer und schaffte durch Modestes Kopfball den verdienten Ausgleich. Das Duell blieb heiß umkämpft, beide Teams wollten den Sieg. Am Ende war der Geißbock-Klub etwas gieriger und schaffte durch Skhiri den Siegtreffer in der Nachspielzeit.

Der dreifache Werner: Leipzig marschiert weiter

Timo Werner traf dreimal in Mönchengladbach.

Timo Werner traf dreimal in Mönchengladbach. imago images

So sieht ein Traumstart aus: RB Leipzig hat am Freitagabend auch das dritte Saisonspiel gewonnen und steht damit nach drei Partien bei neun Punkten. Beim 3:1 in Mönchengladbach besorgte alle Leipziger Tore Timo Werner. Der Nationalstürmer, der am vergangenen Sonntag seinen Vertrag verlängert und gegen Frankfurt auch gleich getroffen hatte, erwischte die Borussia vor und nach der Pause kalt (38. und 47.) und machte nach Embolos Anschlusstreffer (90.+1) den Deckel drauf (90.+4). Gladbach musste die erste Niederlage unter Trainer Marco Rose hinnehmen.

kon