Der Joker belohnt Heidenheims Moral

Schimmers Lieblingsbeschäftigung: "Einfach drauf auf die Hütte"

Stefan Schimmer

Ab zu den mitgereisten Fans: Stefan Schimmer & Co. durften sich nach dem 2:2 in Nürnberg von den Anhängern feiern lassen. imago images

Die verschiedenen Gefühlswelten nach der Flutlichtpartie im Nürnberger Max-Morlock-Stadion beschreibt eine von FCH-Trainer Frank Schmidt auf der Pressekonferenz berichtete Anekdote ganz gut: "Ein Nürnberger Offizieller hat mich gerade damit konfrontiert, dass ich selber nicht wisse, wie wir zum Punkt gekommen sind. Entschuldigung, da muss ich lachen. Ein Fußballspiel ist vorbei, wenn es vorbei ist. Wenn man unseren Weg verfolgt, weiß man, dass wir nie aufgeben", gab sich der Heidenheimer Kulttrainer durchaus Stolz über die gezeigte Moral seiner Truppe.

Besonders zufrieden dürfte Schmidt, der zwischen 1991 und 1993 seine Fußballschuhe für Nürnberg schnürte, auf seinen finalen Joker Stefan Schimmer sein. Der Neuzugang aus Unterhaching hatte sich nach seiner Startelfpremiere vom vergangenen Wochenende gegen Sandhausen (0:2) zunächst auf der Bank wiedergefunden, war nach Robert Leipertz und Patrick Schmidt sogar nur dritte Wahl, wenn es darum ging, als Offensivkraft gegen den Club noch einmal frischen Wind in die Partie zu bringen.

Doch ausgerechnet der 25-Jährige war es dann, der nach feiner Vorarbeit von Marc Schnatterer das viel umjubelte Heidenheimer Ausgleichstor erzielte. "Es ging schnell: Ich lege den Ball auf Schnatti ab, der steckt ihn richtig gut durch zwei Gegenspieler durch und dann habe ich das getan, was ich am liebsten mache: Einfach drauf auf die Hütte", beschreibt Schimmer jene Szene aus der 84. Spielminute.

tso