Stuttgarts Trainer will vor dem DFB nicht einknicken

Walter bleibt sich und seiner Kritik treu

Tim Walter

Will vor dem DFB nicht einknicken: Tim Walter. imago images

Die Aufforderung zur Stellungnahme kam Anfang der Woche. Die Antwort des Trainers an den DFB-Kontrollausschuss ist in Arbeit, wird allerdings keine Abschwächung enthalten. "Wer mich kennt, weiß, dass ich zu dem stehe, was ich sage", erklärt Walter, der nach dem 0:0 in Aue deutliche Worte für die schwache Leistung von Felix Zwayer und dessen Videoschiedsrichterkollegen Robert Kempter gefunden hatte. Gewohnt spitzzüngig dazu. Was die Vertreter des DFB als mögliche Verhöhnung der Unparteiischen eingeordnet haben und um klärende Worte baten.

Da Walter, wie er selbst betont, nicht zurückrudern wird, dürfte ihm eine Geldstrafe sicher sein. Was es ihm allerdings wert sein wird. Der 43-Jährige, in dessen Werten Offenheit und klare Worte Priorität besitzen, ist alles andere als eingeschüchtert. "Wir haben die ganze Woche darüber gelacht und philosophiert", erklärt Walter, der sich nicht weiter damit befassen will. "Ich kümmere mich lieber um meine Mannschaft. Das ist wichtiger."

Offene Personalfragen für das Spiel in Bochum

Für die Partie in Bochum, die den Abschluss des Spieltags am Montag bildet, stehen noch einige offene Personalfragen im Raum. Marc Oliver Kempf (Hüftprobleme) hat bereits individuell ein hohes Pensum absolviert, soll morgen ins Mannschaftstraining einsteigen und könnte es noch in die Mannschaft schaffen. Bei Nicolas Gonzalez und Tanguy Coulibaly (beide Knieprellung) sowie Orel Mangala (Innenbanddehnung im Knie) wird es knapp. Dafür ist Mario Gomez nach seinen Wadenproblemen wieder einsatzbereit.

Ob am Montagabend Anastasios Donis, Santiago Ascacibar und Gonzalez überhaupt noch dem VfB angehören, ist ebenfalls unklar. "Das werden wir sehen", sagt Walter, der mit möglichen Abgängen rechnen muss. Donis wartet auf Zeichen des FC Genua, der erst noch Spieler abgeben muss, um ihn verpflichten zu können. Ascacibars Management spricht mit Betis Sevilla und Zenit St. Petersburg. Gonzalez wird weiterhin auf dem Transfermarkt gehandelt.

George Moissidis