Bundesliga

Friedhelm Funkel, Trainer von Fortuna Düsseldorf: "Wir haben auch individuelle Klasse - nur eben keine Weltklasse"

Düsseldorf: Tekpetey und der Vergleich mit Lukebakio

Funkel: "Wir haben auch individuelle Klasse - nur eben keine Weltklasse"

Besitzt nur wenige Alternativen im Abwehrzentrum: Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel.

Besitzt nur wenige Alternativen im Abwehrzentrum: Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel. picture alliance

Testspiele sind für Fortuna Düsseldorf eine riskante Sache: Vor zwei Wochen verletzte sich Mittelfeldspieler Aymen Barkok (Schultereckgelenk-Sprengung) im Probespiel gegen den Kreisligisten TSV Krefeld-Bockum, nun erwischte es mit Kasim Adams und Marcel Sobottka (beide Muskelfaserriss) zwei Defensivspieler. "Sobottka ist in den vergangenen Jahren sehr anfällig geworden", sagt Funkel, der auf beide Abwehrspieler verzichten muss.

Kein Risiko bei Kownacki

Die Alternativen sind im Zentrum damit rar gesät, zumal das Innenverteidigerduo aus Andre Hoffmann und Kaan Ayhan beim 1:3 gegen Bayer Leverkusen nicht überzeugte. "So etwas können wir erneut erleben, das schließe ich gar nicht aus", sagt Funkel mit Blick auf die weitgehend chancenlose Darbietung am vergangenen Wochenende. Gegen Frankfurt nun will der 65-Jährige trotzdem nicht ins personelle Risiko gehen und beispielsweise Stürmer Dawid Kownacki nach dessen Muskelverletzung reinwerfen. "Wir wollen ihn langsam aufbauen, aber er ist auf dem richtigen Weg", sagt Funkel. Gegen Leverkusen reichte es schon wieder zu einem Teilzeiteinsatz über knapp 30 Minuten, doch dem jungen Polen über die anstehende Länderspielpause wieder zu voller Fitness zu verhelfen, scheint sinnvoller.

Gegen die am Donnerstagabend in der Europa-League-Qualifikation geforderten Frankfurter will es sich die Fortuna auch selbst beweisen. "Wir wollen vor allem uns selbst zeigen, dass wir es besser können", fordert Funkel, aber das werde in Frankfurt schwer. Man dürfte die Qualität seiner Mannschaft nicht unterschätzen. Den Beweis erbrachte F95 bereits am ersten Spieltag mit einem Sieg bei Werder Bremen. "Wir haben auch individuelle Klasse - nur eben keine Weltklasse", sagt Funkel.

Tekpetey und der Vergleich mit Lukebakio

Einer seiner Ausnahmekönner ist Angreifer Bernhard Tekpetey: Leihgabe des FC Schalke und Aufstiegsheld mit dem SC Paderborn. Gegen Bayer 04 kam er zu Pause, in Bremen saß er über 90 Minuten auf der Bank. "Tekpetey muss sich an gewisse Abläufe gewöhnen, das passiert anderen aber auch", erklärt Funkel und zieht eine Parallele zu Fortunas Überraschungs-Spieler der vergangenen Saison. "Dodi Lukebakio hat das erste Mal nach sechs Spieltagen von Beginn an gespielt. Vorher nicht, weil er zu spät zur Besprechung kam und ähnliches. Der ist individuell aber so gut, für uns war das ein Ausnahmespieler." Zehn Ligatreffer standen für den inzwischen zu Hertha BSC gewechselten Belgier am Ende zu Buche - Tekpetey darf also hoffen.

Jim Decker

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