Köln erwartet Pressing, kurzes Spielfeld und ein enges Stadion

Horn fordert vor Freiburg: "Wir müssen den Bann brechen"

Kölns Torwart Timo Horn

Bleibt zuversichtlich trotz null Punkten: Kölns Torwart Timo Horn. imago images

Gegensätzlicher könnten die Ausgangspositionen nicht sein. Während der FC nach zwei ordentlichen Auftritten noch mit null Punkten dasteht, hat der SC Freiburg mit zwei eher durchschnittlichen Leistungen das Optimum von sechs Zählern abgegriffen. Und auch der Blick auf den Spielplan könnte sich nicht unterschiedlicher gestalten: So treffen die Breisgauer, die gegen Mainz und in Paderborn starteten, nach dem Köln-Spiel auf Hoffenheim (A), Augsburg (H) und Düsseldorf (A), während der FC, der zu Beginn in Wolfsburg und gegen den BVB antreten musste, vor den hohen Hürden gegen Gladbach (H), in München (A) und gegen Berlin (H) steht.

Doch beunruhigen lassen möchte man sich in Köln nicht. Allerdings ist Timo Horn auch bewusst, dass zeitnahe zählbare Erfolge dafür ein entscheidender Faktor sind: "Ich bin mir sicher, wenn wir den Einsatz weiter zeigen, den wir gegen Dortmund an den Tag gelegt haben, kommen die Punkte irgendwann von selber. Deshalb muss man die Ruhe bewahren", erklärt der Torhüter, fügt jedoch auch an: "Aber natürlich sind wir uns bewusst, dass es am besten wäre, vor der Länderspielpause aus Freiburg etwas mitzunehmen."

Ein Unterfangen, das sich für die Kölner zuletzt als äußerst schwierig erwies. Die letzten fünf Gastspiele verlor der Aufsteiger im Schwarzwald-Stadion und ist dort seit neun Partien (0-3-6) ohne Sieg. "Wir haben auch schon knappe Spiele dort abgeliefert. Das Blatt kann sich auch einmal wenden", setzt Horn dagegen.

Das Stadion hat ein ganz eigenes Flair. Das wissen die Freiburger natürlich auch.

Timo Horn

Statistik ist das eine, die Rahmenbedingungen im südlichsten Bundesligastadion das andere. "Das Stadion hat ein ganz eigenes Flair. Das wissen die Freiburger natürlich auch. Sie sind gut gestartet und werden dementsprechend selbstbewusst auftreten. Da müssen wir dagegenhalten und den Bann brechen", weiß Kölns Nummer 1.

Dem 26-Jährigen ist bewusst, wie eklig die 90 Minuten für seine Mannschaft werden können, auf einem Spielfeld, das mit 100 Meter Länge fünf Meter kürzer als der Bundesligastandard ist. "Es ist ein enger Platz ganz anders als in anderen Stadien. Es kommt da sehr auf Zweikämpfe und Laufbereitschaft an. Das sind die Grundtugenden, die die Freiburger jedes Mal an den Tag legen, weil sie vielleicht auch wissen, dass es Mannschaften gibt, die individuell besser sind. Aber darüber finden sie immer wieder ins Spiel, pressen früh und versuchen den Gegner unter Druck zu setzen. Dazu kommt, dass das Stadion sehr eng gebaut ist, und sie versuchen, die Fans mitzunehmen. Das alles zusammen macht es unangenehm, dort zu spielen."

Erst recht mit dem aktuellen Punktestand.

Stephan von Nocks

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