Schweizer würde reichlich Erfahrung mitbringen

Werder Bremen ist am Gladbacher Lang dran

Michael Lang

Vor dem Sprung an die Weser zu Werder? Noch-Gladbach-Profi Michael Lang. imago images

Michael Lang hat in jüngerer Vergangenheit öfters betont, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen - besonders deswegen, weil es bei den Borussen wenig Perspektive für ihn gibt (Stefan Lainer ist gesetzt). "Ich bin auf dem Markt, das ist bekannt und wurde kommuniziert", so der 28-jährige Schweizer Anfang August gegenüber dem kicker.

Der Rechtsverteidiger zählt also schon seit vielen Wochen zu den Wechselkandidaten - und ist trotz Anfragen (Augsburg und der Hamburger SV wurden gehandelt; Anm.d.Red.) immer noch in Gladbach unter Vertrag. "Die ganze Zeit waren Interessenten da", sagte Sportdirektor Max Eberl am Mittwoch dazu. "Wir warten jetzt ab, was bis zum 2. September passiert, und wünschen uns, dass Michael für sich eine gute Lösung findet. Wenn nicht, dann ist er fester Bestandteil unseres Kaders und wird helfen, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen."

Stunden später sind neue Erkenntnisse bezüglich eines möglichen Transfers an die Weser zum SV Werder bekannt - zunächst verbreitet vom "Express", der Lang mit folgenden Worten zitiert: "Von der Konstellation her könnte es eine Möglichkeit sein, weil sie in der Defensive ein paar Ausfälle haben. Auch vom Verein her klingt Bremen sehr gut, Werder kommt sehr sympathisch rüber. Ich möchte gerne spielen und, wenn möglich, gebraucht werden. Das ist Stand heute bei Werder Bremen eher der Fall als hier in Gladbach. Die Basis ist nicht schlecht. Werder ist ein super Verein. Hier habe ich aber auch noch nicht aufgegeben. Wenn ich am 3. September noch hier bin, ist es nicht so, dass ich jeden Tag zu Tode betrübt zum Training kommen würde."

Erfahrung statt Perspektive nach Werder-Ausfällen

Bremens Sportchef Frank Baumann hatte tags zuvor außerdem erklärt, der SVW werde "definitiv" noch einen Außenverteidiger verpflichten. Der Hintergrund liegt auf der Hand: Aufgrund der längerfristigen Ausfälle von Innenverteidiger Ömer Toprak, dem als neuen Niklas-Moisander-Nebenmann geholten Neuzugang vom BVB, und Linksverteidiger Ludwig Augustinsson fehlt es an Personal.

Genau deswegen haben die Werderaner kurzfristig ihr Anforderungspotenzial verändert, wollen nun anstatt eines weiteren Perspektivspielers einen gestandenen Spieler. Baumann sucht einen Profi, "der schon in der Bundesliga und/oder in höheren Ligen Erfahrung gesammelt hat und uns sofort helfen kann". Lang (St. Gallen, Club Zürich, FC Basel, Gladbach) passt mit seinen beinahe 300 Partien im Schweizer Oberhaus, 17 Bundesliga-Spielen sowie 13 bzw. zehn Einsätzen in der Champions bzw. Europa League in dieses Beuteschema - und ist nach kicker-Informationen zwangsläufig in den Fokus des SV Werder Bremen gerückt.

mag/Jan Lustig/Thiemo Müller

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