Kramer feiert Comeback

"Allzweckwaffe" Johnson bleibt gefragt

Fabian Johnson

Vielseitig: Fabian Johnson. imago images

Lars Stindl, Jonas Hofmann und Tobias Strobl - jeder Einzelne aus diesem Trio wäre bei der Besetzung der Mittelfeldraute ein potenzieller Startelfkandidat. Zurzeit fehlen sie aber den Borussen, weshalb Trainer Marco Rose nicht auf die ganze Qualität des Kaders zurückgreifen kann und im Zentrum auch mal improvisieren muss. Immerhin: In Mainz feierte Christoph Kramer nach überstandenem Bänderriss im Sprunggelenk sein Comeback. Als es darum ging, in der Schlussphase Erfahrung und Ballsicherheit einzuwechseln, um den 3:1-Vorsprung über die Zeit zu bringen, wurde Kramer zur wichtigen Hilfe. "Es ist gut, dass er wieder gesund ist. Damit haben wir eine Option mehr im Mittelfeld", freute sich Rose über die Rückkehr des Routiniers.

Vor dem Anpfiff hatte der Coach eine Personalentscheidung getroffen, die nach der Entwicklung in den vergangenen Wochen keine allzu große Überraschung mehr darstellte: Halblinks in der Raute setzte er auf Fabian Johnson. Dort war der US-Amerikaner seit dem Vorbereitungsstart schon häufiger aufgetaucht. Rose schätzt die Vielseitigkeit Johnsons, der in Gladbach schon auf beiden Außenbahnen, offensiv wie defensiv, zum Einsatz kam. Der 31-Jährige sei "eine Allzweckwaffe", sagt der Trainer, "und es ist schön, dass er sich jetzt auf der Acht so gut zurechtfindet. Wir basteln da trotz der Ausfälle immer wieder ordentliche Dinge im Mittelfeld zusammen."

Vor der Saison galt Johnson als einer der Kandidaten, die es schwer haben könnten, auf ihre Einsatzzeiten zu kommen. Doch auch Rose schätzt offenkundig dessen Allroundfähigkeit: "Fabi ist ein guter Fußballer, beidfüßig, und er hat Tempo. Das sollte für einen Trainer eine gute Personalie sein."

Jan Lustig