Schlechtester Mainz-Start seit dem Wiederaufstieg 2009

Hack: "Drei Gegentore sind natürlich besch…"

Alexander Hack gegen Alassane Plea

Muss beim Gastspiel in München wohl wieder auf die Bank: Mainz-Verteidiger Alexander Hack (r.). imago images

"Es ist nicht so, dass wir auf die Tabelle schauen und denken, oh Gott, was passiert da jetzt. Aber es nervt, dass wir keine Ergebnisse gezogen haben", betont Trainer Sandro Schwarz. Was durchaus möglich gewesen wäre, denn sowohl beim 0:3 in Freiburg als auch beim 1:3 gegen Mönchengladbach waren die Mainzer rund 80 Minuten lang auf Augenhöhe, bevor der Einbruch kam und die Mannschaft jeweils innerhalb von drei Minuten mit zwei Toren in Rückstand geriet. "Das müssen wir klar analysieren, wir dürfen nicht den Kopf verlieren", sagt Schwarz.

Beide Mal brachten individuelle Fehler die Mainzer auf die Verliererstraße. In Freiburg war es der eingewechselte Alexander Hack gewesen, der von Lucas Höler vor dessen 1:0 getunnelt wurde. Gegen Gladbach flutschte Florian Müller beim 1:2 ein Freistoß von Alassane Plea durch die Hände. Die Mainzer Mauer war löchrig geworden, weil sich mit der Freistoßausführung alle Spieler bewegten, um, in der Hoffnung auf eine Balleroberung, in eine bessere Position zu gelangen. "Wir dürfen nicht zu viel wollen", kritisiert Schwarz.

"Was heißt Seuche, wir machen ein gutes Spiel und kriegen dann zwei Gegentore, die komplett unnötig sind. Wir müssen uns einfach belohnen, konsequent sein und wach bleiben", fordert Hack. Das 1:1 war nach einem Standard der Gladbacher gefallen, die den Freistoß schnell ausführten, während beim FSV die Zuordnung nicht stimmte.

St. Juste in München wohl wieder einsatzbereit

Dass Hack in der Anfangsformation stand, hängt mit der Verletzung von Jeremiah St. Juste zusammen, der nach der ausgekugelten Schulter im Freiburg-Spiel noch nicht einsatzfähig war. "Für mich persönlich ist es gut, wieder gespielt zu haben, aber drei Gegentore sind natürlich beschissen als Verteidiger", weiß Hack. Vermutlich wird er seinen Platz an diesem Samstag beim FC Bayern wieder räumen müssen. "Wir gehen davon aus, dass Jeremiah Dienstag am Mannschaftstraining teilnimmt", kündigt Schwarz an. Wenn alles nach Plan läuft, kehrt der Niederländer in München an die Seite von Moussa Niakhaté zurück.

Michael Ebert