Nach engen Entscheidungen zwischen Hertha und Wolfsburg

Covics etwas andere Schiri-Meinung

Hauptdarsteller: Herthas Ante Covic (2.v.li.) und Oliver Glasner (2.v.re.) nach dem Spiel beim Schiedsrichtergespann um Guido Winkmann (Mitte).

Hauptdarsteller: Herthas Ante Covic (2.v.li.) und Oliver Glasner (2.v.re.) nach dem Spiel beim Schiedsrichtergespann um Guido Winkmann (Mitte). imago images

Auf dem Papier ist die Niederlage deutlich. Ein Blick auf die Statistik zeigt aber, wie eng das Spiel war: Nach Torschüssen führte Wolfsburg knapp (10:9), wie auch nach Zweikampfquote (53:47). Hertha hatte hingegen ein wenig mehr Ballbesitz (57:43) und eine leicht bessere Passquote (80:73).

"Großes Kompliment" von Glasner

Gerade in der ersten halben Stunde hätte Hertha einen Treffer erzielen können. Kalou und Grujic vergaben jeweils doppelt aus aussichtsreichen Positionen. Doch die größte Chance ergab sich den Herthanern bereits nach 18 Sekunden: Schiri Winkmann zeigte nach einem vermeintlichen Foulspiel von Guilavogui an Duda auf den Punkt, nahm den Elfmeter aber nach Studium der TV-Bilder korrekterweise wieder zurück.

"Großes Kompliment", lobte Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner den Unparteiischen nach der Partie bei "Sky". "Dafür, dass er den Mumm hat, nach 35 Sekunden den Elfmeterpfiff zurückzunehmen." Und - obwohl er mit dem Rückzieher den Unmut der Berliner Fans auf sich zog - in der achten Minute auf der anderen Seite ebenfalls korrekterweise auf Strafstoß entschied.

Covic verweigert Aussage zur Leistung des Schiedsrichters

Herthas Heimdebütant Covic entschied sich, sich nicht zu den beiden Szenen zu äußern: "Ich werde einen Teufel tun und ein Wort zum Schiedsrichter sagen." Dafür seien andere zuständig. "Ich bin neu in der Liga und glaube, dass diese Menschen von allen Ecken bewertet und beobachtet werden. Es reicht, wenn das die anderen machen." Covic erklärte seine Zurückhaltung: "Ich glaube, es steht mir in keinster Weise zu, die Arbeit eines Schiedsrichters zu bewerten."

Nichtsdestotrotz sei der Verlauf aus Sicht des Trainers "vom Gefühl der Wahnsinn" gewesen. Sein Pendant Glasner versuchte dennoch zu erklären, warum der Wolfsburg-Sieg aus seiner Sicht in Ordnung ging: "Wir sind sechs Kilometer mehr gelaufen als Berlin (110:116; d.Red.). Das ist Wahnsinn, wie die Spieler ihren inneren Schweinehund überwinden. Diese kompakte Mannschaftsleistung hat uns heute ausgezeichnet."

mxb

Bilder zur Partie Hertha BSC - VfL Wolfsburg