Rallye

Tänak sichert sich erneut die Deutschland-Rallye

Este baut Führung in der Gesamtwertung aus

Tänak sichert sich erneut die Deutschland-Rallye

Ott Tänak (re.) und sein Beifahrer Jarveoja Martin jubeln über ihren Sieg bei der Rallye Deutschland.

Ott Tänak (re.) und sein Beifahrer Jarveoja Martin jubeln über ihren Sieg bei der Rallye Deutschland. imago images

Tänak ist damit seinem ersten WM-Titel deutlich nähergekommen. Das Polster des 31-Jährigen auf den nun Zweitplatzierten Neuville bei noch 120 zu vergebenden Punkten wuchs auf 35 Zähler an. Ogier ist als Dritter weitere sieben Punkte zurück.

"Hier in Deutschland läuft es fast perfekt für mich. Es war diesmal schwierig, weil Thierry auf dem gleichen Niveau war. Aber ich habe dem Druck standgehalten und keine Fehler gemacht", sagte der WM-Spitzenreiter nach seinem dritten Triumph in Serie im Saarland.

Sein Erfolg war aber nicht nur das Ergebnis des Pechs seiner Verfolger. Bei 19 Wertungsprüfungen in 343 Kilometern dominierte er durchweg, ob durch enge Weinanbaugebiete, winklige Wälder oder alte Militäranlagen. Zudem profitierte er von der Überlegenheit seines Toyotas.

Dagegen hatte Ogier mit seinem Citroen Probleme: "Ich kann absolut nichts tun. Ich kann dieses Auto einfach nicht fahren", so der Franzose sichtlich frustriert. Besser lief es - vom Reifenplatzer abgesehen - für Neuville im Hyundai. "Wir konnten die Geschwindigkeit mit Ott das ganze Wochenende über mithalten. Wir hätten ohne den Reifenschaden wahrscheinlich gewinnen können. Aber die Saison ist noch nicht vorbei", hofft der Belgier noch.

Ein gutes Ergebnis lieferten die deutschen Fahrer Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach) und Marijan Griebel (Hahnweiler) ab. Kreim gewann auch dank einiger Ausfälle erstmals in der zweitklassigen Fahrzeugkategorie WRC2, Skoda-Kollege Griebel machte als Zweiter den deutschen Doppelsieg perfekt. "Das ist ein guter Beweis dafür, dass es in Deutschland Rallyefahrer gibt, die auf höchstem Level mithalten können", so Griebel.

In der Gesamtwertung belegten die beiden Gaststarter die Plätze zwölf und 13, zu Deutschland-Dominator Tänak fehlten auch aufgrund der unterlegenen Fahrzeuge allerdings rund 13 Minuten.

sam/sid