Tunesier überzeugt beim Startelf-Debüt

Veh lobt Skhiri: "Er wird sicher ein wertvoller Spieler"

Ellyes Skhiri

Überzeugende Leistung: Ellyes Skhiri. imago images

Die nackten Zahlen sind für Armin Veh nicht ausschlaggebend, wenn er die Qualität eines Spiels beurteilt. Und so machte sich Kölns Geschäftsführer auch nach der 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund davon frei, dass nichts Zählbares auf dem Kölner Konto gelandet war.

"Das Ergebnis allein hat mir noch nie gelangt. Ich möchte schon etwas sehen. Für die Psyche ist es natürlich wichtig, wenn du gewinnst. Aber wichtig ist auch die Art und Weise, um dann auch zu Punkten zu kommen, gerade gegen Gegner, die dann ein bisschen schwächer sind als Dortmund", erklärte der 59-Jährige nach dem couragierten Auftritt des Aufsteigers.

Sein Urteil über das Erlebte fiel durchaus positiv aus. "Insgesamt ist das, was ich sehe, gut. Was man sich erarbeitet im Training, möchte man auch im Spiel sehen. Wir haben keine Punkte, aber das, was ich sehe, wie Trainer und Mannschaft arbeiten, gefällt mir gut."

Was auf den bedingungslosen Einsatz und die unendliche Laufbereitschaft der gesamten Mannschaft genauso zutraf wie auf den jeweils ersten Auftritt von Sebastiaan Bornauw und Ellyes Skhiri in der Kölner Anfangsformation. Während Innenverteidiger Bornauw zwar auch spielerische Schwächen verriet, aber defensiv durch Präsenz und Zweikampfstärke zu gefallen wusste, fiel besonders die Darbietung Skhiris positiv ins Auge, der nach seiner Teilnahme am Afrika-Cup erst seit zwei Wochen mit der Mannschaft trainiert.

Veh lobte das Duo und dabei vor allen Dinge Skhiri, aber nicht wegen dessen Beteiligung am Führungstreffer: "Es war von beiden eine gute Leistung. Skhiri ist mit 12,7 Kilometern die meisten gelaufen. Die ist er in Frankreich eigentlich immer gelaufen, fast einen 13er-Schnitt", sagte Veh, "er wird für uns sicher ein wertvoller Spieler, weil er viele Wege geht, viele Dinge zumacht." Gegen den BVB agierte Skhiri sogar meist in vorgezogener Position, attackierte im Pressing Dortmunds Axel Witsel tief in der Dortmunder Hälfte und war so deutlich offensiver positioniert als sein Partner in der Doppelsechs.

In Kombination mit dem von KAA Gent gekommenen Birger Verstraete, dem besten Kölner am Freitag, könnte die Doppelsechs den ersten Eindrücken zu Folge sich von einem Problembereich zu einer Stärke entwickeln. "Das Zusammenspiel wird normalerweise noch besser, automatisiert sich", so Veh, "von daher bin ich mit den Neuen zufrieden."

Stephan von Nocks

Bilder zur Partie 1. FC Köln - Borussia Dortmund