Wie geht es weiter in Bochum?

Dutt leitet Training - "Spätestens jetzt sollte man mich hinterfragen"

Robin Dutt

Seit Februar 2018 beim VfL im Amt: Robin Dutt. imago images

Das angekündigte Gespräch zwischen Dutt und Sportvorstand Sebastian Schindzielorz fand nach VfL-Angaben am Sonntagmorgen bereits statt, im Laufe des Sonntags tagt zudem der Bochumer Aufsichtsrat und will sich mit dem Thema befassen. Bis zum Abend wird eine Erklärung des Klubs erwartet.

"Es folgen noch ein paar Gespräche"

Dutt selbst ließ sich am Sonntag zu seiner Zukunft nichts Konkretes entlocken. "Der Austausch geht weiter. Es folgen noch ein paar Gespräche", sagte er bei "Sky". Dabei gehe es darum, "wie wir auch in naher Zukunft unseren Weg erfolgreich gehen, welche Parameter da wichtig sind, was die gegenseitigen Erwartungen sind". Bislang habe ihn im Verein niemand infrage gestellt. Doch "spätestens jetzt sollten sie es tun - wenn ich es schon tue", so Dutt.

Nachdem Bochum am Samstag gegen Aufsteiger Wehen Wiesbaden einen 0:3-Rückstand aufgeholt und noch ein 3:3-Remis gerettet hatte, hatte Dutt auf der Pressekonferenz seine Zukunft hinterfragt. "Dieser Verein kann nicht mit einem angezählten Trainer in die nächsten Wochen gehen", hatte er unter anderem gesagt. Er wolle "nicht rumeiern und warten, bis das typische Szenario losgeht".

"Manchmal sollte man Fragen so frühzeitig klären, dass es noch Lösungen gibt"

Warum er das getan hat? "Manche Dinge werden im Fußball zu spät angesprochen, wenn man es nicht mehr regeln kann", erklärte Dutt am Tag danach. "Momentan haben wir alle ein gutes Verhältnis, momentan ist die Wertschätzung da. Manchmal sollte man Fragen so frühzeitig klären, dass es noch Lösungen gibt."

Der VfL, in der vergangenen Saison Tabellenelfter, hat nach den ersten vier Spieltagen lediglich zwei Punkte auf dem Konto. Dutts Vertrag ist noch bis zum Ende der laufenden Spielzeit gültig. Nächster Bochumer Gegner ist am Montag, 2. September, der noch ungeschlagene Aufstiegsfavorit VfB Stuttgart.

jpe/dpa

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