FC Schalke 04 schlägt sich tapfer - und hadert zweimal mit dem Referee

Wagner: "Auf die Erklärung der Schiedsrichter bin ich gespannt"

David Wagner

Konnte den ausgebliebenen Elfmeterpfiff zweimal nicht nachvollziehen: Schalke-Trainer David Wagner. imago images

Zunächst einmal zeigte sich der neue Schalke-Coach zufrieden über die Leistung seines Teams gegen Meister Bayern. Gegenüber "Sky" teilte das Wagner mit und vergaß auch den Sieger dieses Spiels nicht - besonders nicht Dreierpacker Robert Lewandowski: "Wir werden einen Schritt nach vorn machen, auch mit diesem Spiel. Glückwunsch aber an München, am Ende war es ein verdienter Sieg. Und Lewandowski hat gezeigt, warum er einer der Besten ist. Nichtsdestotrotz hat das meine Mannschaft heute insgesamt sehr, sehr gut gemacht - vor allem in der zweiten Halbzeit. In der ersten Halbzeit waren wir noch zu fahrig. Wir hätten uns außerdem sicherlich ein Tor verdient gehabt - besonders, wenn ich mir die strittigen Elfmeterszenen anschaue."

Was Wagner meinte? In Minute 56 wehrte FCB-Verteidiger Benjamin Pavard einen Kopfball mit dem Rücken zum Ball mit der ausgefahrenen linken Arm ab. Fünf Minuten später war eventuell Bayern-Neuzugang Ivan Perisic leicht mit der rechten Hand am Ball. Und besonders nach einem Freistoß von Daniel Caligiuri, den Perisic in der Mauer stehend deutlich mit seinem leicht gebeugten linken Arm vom Tor lenkte, gab es noch auf dem Feld lautstarke Beschwerden in Richtung Referee Marco Fritz.

Der 41-jährige Unparteiische zeigte allerdings kein einziges Mal auf dem Punkt - und hielt jeweils nur kurz Rücksprache mit Köln. Am Monitor am Spielfeldrand schaute er sich keine Szene an.

Das alles ließ Schalke-Coach Wagner doch recht ratlos zurück - und so beschrieb er nochmals detailliert seine Sicht der Dinge bezüglich der drei angesprochenen Szenen beim Spielstand von 0:2.

Szene 1: Pavard

"Das ist für mich Elfmeter! Der Ball geht aufs Tor, der Arm ist weggestreckt. Die Körperfläche ist vergrößert - und deshalb ist es für mich Elfmeter. So habe ich auch die neuen Regeländerungen verstanden. Absicht will ich hier freilich nicht unterstellen. Aus der Entfernung sieht es aber fast schon so aus, als wäre der Ball direkt ins Tor gegangen. Auf die Erklärung der Schiedsrichter bin ich da mal gespannt!"

Szene 2: Perisic

"Hier kann ich nachvollziehen, dass hier nicht gepfiffen wurde. Ich hätte lieber die anderen beiden Elfmeter gesehen."

Guido Burgstaller

Regte sich mit seinen Kollegen schon während des Spiels lauthals auf: S04-Stürmer Guido Burgstaller. imago images

Szene 3: Perisic

"Das ist ganz klar Körpervergrößerung und für mich ein ganz klarer Elfmeter. Er sieht den Ball, man weiß, welche Bewegung man hier als Spieler macht - und deswegen ist das für mich eine ganz klare Sache! Jetzt mal ganz ehrlich: Ich bin einfach auf die Erklärung gespannt, denn ich verstehe das für den Moment nicht."

Was Wagner dabei immer wieder herausstellte: Den Sieg des FC Bayern wollte der 47-Jährige mit dieser Kritik nicht anfechten, das Resultat von 0:3 aber schon: "Am Ende steht das Ergebnis und die Niederlage, die in Ordnung geht. Dennoch tut das Endergebnis weh, weil wir zumindest ein Tor verdient gehabt hätten und ganz sicher ein besseres Ergebnis."

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mag

Bilder zur Partie FC Schalke 04 - Bayern München