Freiburg feiert Super-Start - Strohdiek entschuldigt sich

Paderborn-"Fan" Petersen: "Das war unser Glück"

Nils Petersen

Trifft sehr gerne gegen Paderborn: Nils Petersen. imago images

Wie schon nach dem 2:3 in Leverkusen wurde der SCP auch nach dem 1:3 gegen Freiburg vom Gegner gelobt. "Muss man Respekt zollen", sagte Nils Petersen, der selbst wettbewerbsübergreifend sein zehntes Tor im achten Spiel gegen Paderborn markiert hatte, nach Abpfiff bei "Sky" und lobte den SCP für seine Spielweise "mit sehr viel Mut und sehr viel Risiko". Er selbst habe den Ostwestfalen auch "schon in der 2. Liga unheimlich gerne zugeschaut", weil sie so attraktiven Fußball spielen.

In der Bundesliga sei der SCP allerdings noch nicht belohnt worden, das weiß auch Petersen, der dennoch hofft, dass die Paderborner "genau so weitermachen, denn es ist eine Freude, diese Mannschaft so zu sehen." Der 30-Jährige machte aber auch kein Geheimnis daraus, dass die Freiburger mit ihrer weitaus weniger auf Hauruck ausgelegten Strategie erfolgreicher waren. "Klar kann man sich darüber streiten, ob das heute verdient war. Wir stehen mit sechs Punkten da, Paderborn mit null - am Ende haben wir ergebnistechnisch alles richtiggemacht."

Dabei hatte der Aufsteiger einen tollen Start hingelegt, hatte nach dem frühen Treffer von Streli Mamba alle Trümpfe auf der Hand (3.) - und weitere Chancen. "Wenn man ehrlich ist, kann Paderborn das zweite schießen. Das haben sie verpasst und das war unser Glück", bestätigte Petersen, der aber auch darauf hinwies, dass sein Team in Hälfte zwei alles im Griff hatte. "In der zweiten Halbzeit hatte ich nie das Gefühl, dass wir das Spiel noch abgeben könnten. Wir haben das Spiel beruhigt, für Entlastung gesorgt und wenig zugelassen. Das fühlt sich sehr abgeklärt an."

Strohdiek: "Ich sehe dreimal blöd aus"

Abgeklärtheit war genau das, was dem SCP an diesem Tag gefehlt hat. "Wir haben ein engagiertes Spiel gemacht, waren nicht nur einen Tick besser im Spiel und machen hinten drei Fehler, die uns das Spiel kosten", beklagte Christian Strohdiek, der bei allen drei Gegentoren beteiligt war und dem das noch nachhing: "Ich sehe dreimal blöd aus und muss mich bei der Mannschaft entschuldigen."

Strohdieks Trainer Steffen Baumgart nutzte das Spiel, um Erkenntnisse zu sammeln. Es wurde "klar aufgezeigt, wo wir besser werden müssen", meinte der 47-Jährige und nannte dabei die mangelhafte Chancenverwertung, als den "Abschluss" und "kleinere Fehler" in der Defensive: "Es waren keine großen Fehler, aber entscheidende", stellte Baumgart fest und betonte mit Blick auf die Abschlussschwäche, dass man nicht in Paderborn wäre, "wenn wir Jungs hätten, die aus jeder Chance ein Tor machen". Unter dem Strich sei für die Bewertung entscheidend, dass "die Jungs marschieren, arbeiten, alles geben".

drm