Werder Bremen mit zweiter Niederlage in Folge

Füllkrug: "Eine Sache, die den Fußball noch mehr verschlechtert"

Niclas Füllkrug (re.) und Werder Bremen standen am Ende ohne Punkte da.

Niclas Füllkrug (re.) und Werder Bremen standen am Ende ohne Punkte da. imago images

In der ersten Hälfte brachte Füllkrug die Bremer mit seinem ersten Pflichtspieltor nach seiner Rückkehr in Führung. Nach dem Seitenwechsel drehte Hoffenheim dann die Partie, ehe der Stürmer vermeintlich zum zweiten Mal zuschlug. Aber sein Tor wurde zurückgenommen, da der Sommerneuzugang mit der Hand am Ball war. "Ich habe es nicht gespürt", sagte Füllkrug nach der Partie bei "Sky". "Wie das Regelwerk wieder verändert wurde, ist wieder eine Sache, die den Fußball meiner Meinung nach noch ein Stück mehr verschlechtert. Ich will jetzt nicht gleich kaputtmachen sagen. Ich kann es nicht nachvollziehen. Aber laut dem Regelwerk ist es kein Tor."

In der Szene gab Füllkrug auch noch ein anderes Detail zu bedenken - schließlich sei er von TSG-Defensivmann Kevin Vogt am Arm festgehalten worden: "Wenn man sich fünf Minuten Zeit nimmt und schaut, dann muss man auch das andere überprüfen. Ich glaube, der Kevin Vogt sieht auch, dass er definitiv nicht mehr an Ball kommt. Dann reißt er an meinem Arm rum. Wenn man auf der einen Seite so kleinlich ist, dann auf der anderen Seite auch."

Diskussionen bei Bebous Tor

Alles in allem war der Bremer Stürmer mit der Leistung des Schiedsrichters nicht einverstanden. "Die Gespräche auf dem Platz sind völlig an ihm vorbeigegangen. Man durfte ihn auf keine Situation ansprechen, da hat er gleich mit einer Gelben Karte gedroht. Dann ist es ein bisschen schwierig für uns Spieler, das alles nachzuvollziehen", berichtete der 26-Jährige. Mehr Kommunikation hätte er sich auch nach dem 2:1 gewünscht, als Ihlas Bebou von Kevin Möhwald gefoult wurde, aber den Bremer auch mit dem Arm im Gesicht traf. Der Freistoß der Hoffenheimer wurde schnell ausgeführt und am Ende traf Bebou zum 2:1. Möhwald hielt sich am Mittelkreis das Gesicht und konnte nicht mehr weiter verteidigen gegen den schnellen Angriff der Hausherren. "Da hätte der Schiedsrichter ein bisschen mehr Gefühlt für die Situation haben müssen", merkte Füllkrug an.

Bremer Fehlstart

Aber natürlich müssen sich die Werderaner auch an die eigene Nase fassen. Insgesamt kassierte der Nordklub zwei Tore nach Standards. In Unterzahl kämpfte sich Bremen zurück und stellte durch Yuya Osako auf 2:2 - und schlief anschließend bei einer Ecke komplett, als Pavel Kaderabek völlig frei einköpfte. Damit war der Fehlstart mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen perfekt. "Das ist ein schlechter Saisonstart. Aufgrund der Art und Weise, wie wir spielen, sieht man auch, dass es nicht das ist, was wir uns vorgenommen haben. Wir hatten heute die ein oder andere Phase, in der wir ein bisschen nachlassen im Spiel, in den Phasen sind die Tore gefallen. Es läuft gegen uns, wir müssen uns dagegen stemmen und zeigen, dass wir stärker sind", gab Füllkrug vor. Und Davy Klaassen ergänzte: "Nächste Woche gegen Augsburg müssen wir gewinnen." Und das ist dringend notwendig, um das Ziel Europa nicht früh in der Saison aus den Augen zu verlieren.

mst

Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - Werder Bremen