Erste Niederlage im sechsten Vorbereitungsspiel

Niederlage in Japan: Basketballer mit Stimmungsdämpfer nach China

Isaac Bonga (li.) und Yudai Baba (re.)

Isaac Bonga (li.) im Duell mit Yudai Baba (re.). Getty Images

Bei der ersten Niederlage im sechsten Vorbereitungsspiel war Schröder mit 16 Punkten bester deutscher Werfer. Vor allem aus dem Dreipunktebereich kam Deutschland mit 25,6 Prozent auf eine schwache Trefferquote.

Nach dem Flug nach China bestreitet die Auswahl des Deutschen Basketball Bunds noch ihre Generalprobe gegen Australien am Mittwoch in Jiangmen. In der Vorrunde der WM (31. August - 15. September, alle Spiele live im Stream bei Magenta Sport) geht es gegen Frankreich, die Dominikanische Republik und Jordanien.

Kapitän Robin Benzing kam im zweiten Spiel nach einer Knieverletzung auf elf Zähler. Insgesamt punkteten elf deutsche Spieler, Johannes Thiemann von ALBA Berlin blieb auf der Bank. Nachdem er am Vortag umgeknickt war, machte sich Aufbauspieler Maodo Lo zumindest warm, kam aber nicht zum Einsatz.

Heißblütige Stimmung in Saitama

Vor dem ersten Sprungball 22 Stunden nach dem klaren Sieg über Tunesien bestaunten auch Schröder & Co. die beiden Sumoringer Hakuho und Kakuryu. Die beiden Großmeister wurden bei ihren Würfen auf den Korb frenetisch von den japanischen Zuschauern gefeiert, die danach ihr Team immer wieder mit lauten "Nippon, Nippon"-Rufen anfeuerten. Von der heißblütigen Stimmung in der Saitama Super Arena ließ sich die DBB-Auswahl zunächst nicht beeindrucken. Per Pass hinter dem Rücken bediente Schröder den Bayern-Neuzugang Paul Zipser, der per Dunking die ersten deutschen Punkte erzielte. Im ersten Viertel traf Schröder noch drei von fünf Dreipunktewürfen, vor der Pause zogen die Gäste zeitweise bis auf zwölf Punkte Vorsprung davon.

Vor allem NBA-Rookie Rui Hachimura hielt Japan aber in der Partie und stellte die deutsche Verteidigung vor erhebliche Probleme. Der 21 Jahre alte Flügelspieler, der kommende Saison mit Isaac Bonga und Moritz Wagner bei den Washington Wizards spielen wird, erzielte insgesamt 31 Zähler.

Bis auf drei Punkte Rückstand führte Hachimura Japan beim 58:61 zum Ende des dritten Abschnitts heran, das deutsche Team stand wie bislang nur gegen Polen beim Supercup-Titelgewinn in Hamburg vor einem echten Härtetest in der Schlussphase. Gut eine Minute vor Ende übernahm Japan erstmals wieder die Führung, Schröder und Niels Giffey vergaben den möglichen Ausgleich per Dreier. NBA-Profi Maximilian Kleber verlor sieben Sekunden vor Ende den Ball und besiegelte damit die unnötige Niederlage gegen den Weltranglisten-48.

dpa