Int. Fußball

5:8 - Morys & Co. gehen in Pasching baden

Wildes Torspektakel in Österreichs Unterhaus

5:8 - Morys & Co. gehen in Pasching baden

Matthias Morys

Mittlerweile Torschütze in Österreichs Unterhaus: Der Ex-Aalener Matthias Morys, hier im Spiel gegen Ried. imago images

Die FC Juniors OÖ sind die Nachwuchsabteilung des Champions-League-Anwärters LASK aus Linz. Das Talente-Team trägt seine Heimspiele in Pasching aus und empfing dort am Freitagabend zum 5. Spieltag der 2. Liga in Österreich Austria Lustenau. Die durchaus ambitionierten Vorarlberger hatten sich im Sommer unter anderem mit dem routinierten Knipsers Matthias Morys verstärkt, der mit dem VfR Aalen aus der 3. Liga in Deutschland abgestiegen war.

Der Saisonstart war den Lustenauern auch geglückt, aus den ersten drei Punkten nahm die Mannschaft von Trainer Gernot Plassnegger sieben Punkte mit, ehe es beim 0:2 zu Hause gegen Aufsteiger Grazer AK den ersten Rückschlag gab. In Pasching wiederum sah es zu Beginn gut aus für die Gäste. Pius Grabher hatte für das frühe 1:0 gesorgt und auch auf den Doppel-Schock durch die Rote Karte für Sebastian Feyrer (26., Notbremse) sowie das 1:1 durch Nicolas Meister (29.) glänzend reagiert: Morys sorgte in Unterzahl für das 2:1 der Austria.

Danach ging's bergab. Kurz vor der Pause kassierte Lustenau durch einen Elfmeter des quirligen Meister das 2:2 (44.). Florian Aigner (52., 55.) mit einem Doppelpack und Meister (57.) mit seinem dritten Treffer machten binnen sechs Minuten scheinbar alles klar. In der 69. Minute sorgt Andy Reyes sogar für das 6:2.

Lustenau zeigte Moral, der brasilianische Goalgetter Ronivaldo (76., 83.) und Christoph (78.) stellten auf 5:6 aus Sicht der Gäste, die ihr offenes Visier anschließend jedoch wieder bezahlen mussten. Denn Meister hatte nach dem elften Tor vom Anstoß weg die richtige Antwort und stellte durch sein viertes Tor an diesem Abend auf 7:5. Andres Andrade (89.) besorgt schließlich den 8:5-Endstand - es war das torreichste Spiel der österreichischen 2. Liga.

Die LASK-Talente eroberten durch den kuriosen Sieg die Tabellenführung im Tableau. Lustenau rutschte im 16er-Feld auf Platz zehn ab und kann sich am Sonntag in einer Woche zu Hause gegen den Floridsdorfer AC rehabilitieren.

aho