Kapitän von Borussia Dortmund sieht noch Luft nach oben

Reus: "Der Schlüssel war, dass wir geduldig geblieben sind"

Marco Reus und Jadon Sancho

Zum zweiten Mal in Rückstand geraten - und zum zweiten Mal einen Sieg gefeiert: Marco Reus und Jadon Sancho. imago images

Borussia Dortmund und die Comeback-Mentalität, das bereits aus der vergangenen Saison bestens bekannte Muster stellt sich auch in der neuen Bundesiga-Spielzeit ein. Hatte der BVB bei seiner Vize-Meisterschaft 2018/19 noch fünfmal einen Rückstand noch zu einem Dreier umgebogen, gelang dieses Kunststück nach Spieltag 1 (5:1 gegen Augsburg) nun auch in Runde 2 beim Aufsteiger 1. FC Köln (3:1).

Nach dem frühen Rückstand durch Dominick Drexler (29.) benötigten die Schwarz-Gelben zwar einen gehörigen Anlauf, doch schließlich drehten Jadon Sancho (70.), Joker Achraf Hakimi (86.) und Paco Alcacer (90.+4) den Spieß um.

Alles folgte dabei einem in der Kabine besprochenen Plan, wie Kapitän Marco Reus direkt nach Spielschluss gegenüber "DAZN" offenbarte: "Der Schlüssel war, dass wir geduldig geblieben sind. Wir wollten in der zweiten Halbzeit das Tempo weiter forcieren, was am Ende auch geglückt ist. Denn es war aus unserer Sicht klar, dass wir zu Möglichkeiten kommen werden - weil wir auch in der ersten Halbzeit schon einige Lücken nicht ausgenutzt hatten." Der 30-jährige Nationalspieler sprach außerdem das an, was sich gerade am Ende der Partie auch beim neutralen Zuschauer einstellte - der sichtbare Kräfteverschleiß bei den Rheinländern: "Weil die Kölner extrem viel verschoben haben, war es auch klar, dass sie Kräfte lassen werden." So ist es am Ende auch gekommen.

"Wir brauchen für unsere Ziele diesen breiten Kader"

Reus fand allerdings auch kritische Töne - schließlich könne es nicht der Anspruch eines potenziellen Titelkandidaten sein, stets in Rückstand zu geraten oder weite Teile des Spiels nicht effektiv genug zu agieren. "Das Spiel hat auch gezeigt, dass wir noch weit weg sind von dem Potenzial, das wir als Team eigentlich haben", so der Offensivmann.

Was ihn zudem erfreute, war die Tatsache, erneut mit Edel-Jokern wie Julian Bradt, Torschütze Hakimi oder Jakob Bruun Larsen ordentlich Qualität nachgelegt zu haben - mit Weltmeister Mario Götze blieb außerdem eine weitere Top-Kraft über die vollen 90 Minuten auf der Bank. "Wir brauchen für unsere Ziele diesen breiten Kader. Der Trainer hat dabei die Qual der Wahl - und das ist doch auch in Ordnung so. Besser so als anders herum", so Reus abschließend.

Borussia Dortmund

Zwei Spiele, sechs Punkte, acht erzielte Tore: Dortmund. imago images

Brandt: "Wir mussten uns richtig durchkämpfen"

Einer dieser Joker, genauer gesagt der aus Leverkusen gekommene Nationalspieler Julian Brandt, ergänzte noch: "Dafür sind ja Einwechslungen da, um neue Impulse zu setzen. Dennoch ist auch klar, dass es ein sehr hartes Stück Arbeit heute für uns war. Wir mussten uns richtig durchkämpfen."

mag

Bilder zur Partie 1. FC Köln - Borussia Dortmund