Mönchengladbach: Rechtsverteidiger will ersten Sieg einfahren

Lainer sieht Fortschritte - und Verbesserungsbedarf

"Ich bin marschiert, habe Gas gegeben": Gladbachs neuer Rechtsverteidiger Stefan Lainer. picture alliance

Marco Rose nennt den Rechtsverteidiger, der ihm von RB Salzburg an den Niederrhein gefolgt ist, eine "Naturgewalt" und einen "Mentalitätsspieler". Schwer ist es nicht nachzuvollziehen, wie Rose zu dieser Einschätzung kommt.

Gegen Schalke am vergangenen Samstag marschierte Lainer vom Anpfiff weg die rechte Bahn rauf und runter, ging aggressiv und mit unglaublicher Intensität in die Zweikämpfe und setzte auch in der Schlussphase noch zu knackigen Sprints Richtung Schalker Strafraum an. Es war richtig viel los auf dem rechten Flügel. Doch ebenso zeigte sich, worin der Verbesserungsbedarf besteht: Die Abstimmung zu den Nebenleuten passt noch nicht, zu selten fanden Lainers Zuspiele und Flanken einen Adressaten. Auch dieser Punkt ist Teil des Findungsprozesses, in dem sich die Borussia befindet.

"Es benötigt eben Zeit, bis man sich noch besser kennengelernt hat"

"Ich bin marschiert, habe Gas gegeben, aber die eine oder andere Abstimmung hat noch gefehlt. Ich denke da an gewisse Bälle, die ich in Salzburg blind spielen konnte und die ankamen - am Samstag aber schienen die Kollegen manchmal überrascht, dass ich den Ball auf diese Art spiele", erklärt Lainer. Die Automatismen müsse man sich über das Training und die Spiele erarbeiten, weiß der Nationalspieler, "es benötigt eben Zeit, bis man sich noch besser kennengelernt hat."

Dass die Borussen sich insgesamt auf einem guten Weg befinden, davon ist Lainer nach dem Schalke-Spiel überzeugt. "Wenn man es damit vergleicht, wie wir zu Beginn der Vorbereitung gespielt haben, haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht", betont der 26-Jährige. Allerdings macht er auch deutlich: "Trotzdem sind wir in vielen Dingen noch nicht am Maximum angekommen, wir haben noch Luft nach oben." Der Punkt gegen Schalke sei eine ordentliche Basis, auf die man am Samstag den ersten Sieg draufpacken will. "Ziel ist es jetzt", kündigt Lainer an, "in Mainz zu gewinnen."

Jan Lustig

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