Bundesliga

Nagelsmanns neuer Blickwinkel bei RB Leipzig - beginnt Forsberg?

Leipzig: Trainer kündigt Veränderung an

Nagelsmanns neuer Blickwinkel - beginnt Forsberg?

Könnte gegen Frankfurt zum Startelfdebüt in dieser Saison kommen: Leipzigs Offensivspieler Emil Forsberg.

Könnte gegen Frankfurt zum Startelfdebüt in dieser Saison kommen: Leipzigs Offensivspieler Emil Forsberg. picture alliance

Der 32 Jahre alte Coach wird mit seinem Stab von der rechten auf die linke Trainerbank wechseln, wo sonst üblicherweise die Auswärtsmannschaften während einer Partie verortet sind. Nagelsmann will dadurch einerseits näher an der Fankurve sein, "das ist der Hauptgrund", wie er sagt. Zudem zieht es der Trainer vor, eine komplett freie Sicht auf den Platz zu haben und nicht - wie auf der anderen Seite - durch den Linienrichter beeinträchtigt zu sein.

Keine neuen Erkenntnisse für Nagelsmann

Deutlich wichtiger als seine eigene Position bei diesem Spiel dürfte dem neuen Leipziger Trainer indes die Positionierung seiner Spieler auf dem Platz sein - und nach dem 4:0 zum Auftakt bei Union Berlin ein zweiter Sieg. Zu diesem Zweck hat Nagelsmann am Donnerstagabend auch TV geschaut, um den Gegner Eintracht Frankfurt bei dessen Playoff-Hinspiel zur Europa League bei Racing Straßburg (0:1) zu beobachten, wie er auf der Spieltags-Pressekonferenz am Freitagmittag bestätigte. Die Erkenntnisse, die der RB-Coach gewonnen hat, seien "identisch zu den Erkenntnissen, die wir vor diesem Spiel gewonnen haben", trotz "zweier unterschiedlicher Halbzeiten" in puncto Grundordnung, Personal und Leistung habe ihn das Team von Trainer Adi Hütter nicht mit einer Variante überrascht, die er noch nicht von der Eintracht gesehen habe.

"Die Belastung für Frankfurt ein bisschen spürbarer machen"

Dass die Frankfurter am Donnerstag ein Pflichtspiel hatten und somit lediglich mit zweieinhalb Tagen Pause in Leipzig antreten, erachtet Nagelsmann bestenfalls als kleinen Vorteil. Es sei schon "besser für uns, dass sie gespielt haben, als wenn sie nicht gespielt hätten", so der Coach, "aber sie sind es in den vergangenen Wochen gewöhnt, diesen Rhythmus zu haben". Es liege an seiner Mannschaft, "die Belastung für Frankfurt ein bisschen spürbarer zu machen". Wenn Lepizig ein harter Gegner für die Eintracht sei und sie richtig fordere, dann könne sich das Spiel der Frankfurter vom Donnerstag bemerkbar machen.

Nach dem guten Saisonstart mit Siegen im Pokal in Osnabrück (3:2) sowie bei Union Berlin ist Nagelsmann aber zuversichtlich, dass seinem Team das gelingt. Die Erfolge hätten RB "Selbstvertrauen gegeben als gesamte Gruppe".

Nagelsmann deutet personelle Veränderungen an

Ob und inwieweit Nagelsmann gegenüber dem Gastspiel in Berlin sein Team verändern wird, lässt der Coach noch offen. Er sei "kein Riesenfreund" der alten Fußballerweisheit "never change a winning Team" und bewerte auch stets die Trainingsleistungen seiner Akteure bei der Auswahl seiner Startelf. Nagelsmann deutete an, dass es für die Partie gegen Frankfurt durchaus Veränderungen geben könne.

Augustin fällt aus - beginnt Forsberg?

Ein - auch vom Trainer genannter - Kandidat für einen Platz in der Anfangsformation ist Emil Forsberg, der in den bisherigen beiden Pflichtspielen in Osnabrück und bei Union nur einmal, in Berlin, eingewechselt wurde. Der schwedische Offensivspieler steht ebenso zur Verfügung wie Lukas Klostermann, Kevin Kampl, Willi Orban, Ibrahima Konaté, Diego Demme und Nordi Mukiele, die zu Beginn der Woche allesamt im Training kürzergetreten waren. Neben den Langzeitverletzten Tyler Adams (Adduktoren) und Hannes Wolf (Knöchelbruch) fällt Angreifer Jean-Kevin Augustin (Bänderüberdehnung) dagegen aus, und auch Dayot Upamecano ist noch kein Thema gegen Frankfurt. Der Innenverteidiger absolviert nach seinen Knieproblemen immerhin schon wieder Teile das Mannschaftstrainings.

Timo Werner wird am Sonntag - wenn nichts dazwischen kommt - zur Startelf zählen. Was die Zukunft des Nationalstürmers angeht, habe er von Sportdirektor Markus Krösche "noch keine Signale erhalten", so Nagelsmann. Er selbst habe mit Werner zu Beginn seiner Amtszeit in Leipzig ein Gespräch gehabt, in er dem 23-Jährigen "meine Sicht der Dinge dargestellt" habe.

Andreas Hunzinger

kicker.tv Hintergrund

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