Elversberg vor Duell beim Spitzenreiter

SVE-Coach Steffen über OFC: "Sie haben eine breite Brust bekommen"

Horst Steffen

Steht mit seiner Mannschaft vor einer schweren Aufgabe: SVE-Coach Horst Steffen. imago images

"Offenbach hat oft zurückgelegen, einige Spiele gedreht und dann doch gewonnen. Dadurch hat die Mannschaft natürlich auch eine breite Brust bekommen", wird Steffen auf der Vereinswebsite zitiert. "Sie werden dem heimischen Publikum am Samstag wieder ein tolles Spiel anbieten. Dementsprechend gehe ich von einer großen Kulisse und einer hochmotivierten Offenbacher Mannschaft aus", prognostiziert der 50-Jährige.

Verstecken brauchen sich die Elversberger aber vor dem ungeschlagenen Tabellenführer keineswegs. Der SVE präsentierte sich trotz des Abganges von Torschützenkönig Kevin Koffi (19 Tore) zu Waldhof Mannheim weiterhin als torgefährlich und weist mit 15 Treffern momentan die stärkste Offensive der Liga auf. Einer, der zu dieser starken Angriffssreihe dazugehört, ist Neuzugang und Koffi-Ersatz Gösweiner, bei dem der Knoten langsam aber sicher geplatzt sein könnte. "Ich war ja wirklich in jedem Spiel knapp davor zu treffen. Entweder war ein Fuß dazwischen oder der Torwart hat überragend gehalten", äußerte sich der Stürmer, der bei seinem Prämieren-Treffer im Bahlingen-Spiel direkt einen Doppelpack schnürte.

Der Österreicher kam vor der Saison von Hoffenheims U 23. Für die Kraichgauer erzielte er in 29 Regionalliga-Partien zehn Tore. Bei den Elversbergern brauchte er nicht viel Anlaufzeit und stand direkt beim furiosen 7:1-Auftaktsieg in Gießen in der Startelf. "Das war nicht selbstverständlich. Wir haben eine gute Mannschaft und es gibt auf jeder Position Konkurrenzkampf. Ich habe mich vom ersten Tag reingehauen, alles gegeben und den Trainer anscheinend überzeugt", erklärt Gösweiner. Coach Steffen schätzt die Stärken seines Stürmers so ein: "Wenn Flanken reinkommen, ist er immer präsent, sein Kopfballspiel ist gut." Er sei auch unter Druck anspielbar, mache "die Bälle fest, leitet sie weiter und habe einen guten Schuss".

Blass fehlt mit Kreuzbandriss

Ähnlich rosige Aussichten auf einen Startelf-Einsatz hat Luca Blass hingegen nicht. Der Abwehrspieler hatte sich im Training am Dienstag schwer verletzt. Eine genauere medizinische Untersuchung ergab die Diagnose: Kreuzbandriss. "Die Verletzung ist schade für ihn. Wir wünschen Luca auf jeden Fall alles Gute und eine schnelle Genesung", äußert sich Coach Steffen in einer Vereinsmitteilung. Eine Operation soll zeitnah folgen.

kon / sb