Nach Hinspiel-Pleite: Frankfurt hadert mit Schiedsrichter

Trapp: "Das nicht zu sehen, ist schon fatal"

Kamada Europa League Frankfurt

Die strittige Szene in der zweiten Halbzeit: Straßburgs Djiku wehrt Kamadas Schuss mit der Hand ab. imago images

Wenige Minuten nach Wiederbeginn kam Kamada im Strafraum zum Schuss - Djiku warf sich in den Ball und klärte zur Ecke. Weil der Franzose das Leder mit der Hand abwehrte, war für die Frankfurter die Sachlage klar. "Der Ball geht ins Tor, der Schiedsrichter steht drei Meter nebendran - das muss er sehen", sagte Fredi Bobic nach dem Spiel am Mikrofon von RTL NITRO. Auch Torhüter Kevin Trapp nannte es "fatal", dass seine Mannschaft in dieser Szene keinen Strafstoß zugesprochen bekam. Grundsätzlich waren sich beide aber einig, dass das Spiel nicht wegen des Schiedsrichters verloren gegangen war. Bobic äußerte sich schließlich noch versöhnlich und richtete den Blick Richtung Rückspiel am Donnerstag: "Das war jetzt mal ein Fehler von einem Schiedsrichter, wir haben auch Fehler gemacht. Am Ende des Tages ist es okay, wir haben noch ein zweites Spiel."

Erklärung habe ich für die Leistung überhaupt keine.

Adi Hütter über Ante Rebic

Auch SGE-Coach Adi Hütter fand, dass ein Elfmeter in dieser Phase des Spiels "sehr wichtig gewesen" wäre. Grundsätzlich war der Österreicher mit der Leistung seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden: "Wir haben uns vorne nicht gut bewegt und sind dann immer in Konter gelaufen." Besonders unzufrieden war Hütter mit einem Akteur: Ante Rebic. "Erklärung habe ich für die Leistung überhaupt keine. In der Halbzeit zeigte er auch an, dass er ausgewechselt werden möchte - ich hätte ihn aber ohnehin ausgewechselt. Die Leistung heute passt nicht zu ihm."

Dass Hütter in der zweiten Halbzeit eine andere Mannschaft gesehen hatte, machte dem Trainer Mut für das Rückspiel: "Wir haben noch das Heimspiel, aber die Aufgabe wird natürlich schwieriger." Sein Torwart Trapp drückte sich etwas selbstbewusster aus, denn er weiß, dass die Eintracht "zu Hause schon viele Spiele gedreht" hat.

Zur ganzen Wahrheit gehört an diesem Europapokal-Abend, dass Straßburg in der ersten Halbzeit durchaus auch einen Elfmeter hätte bekommen können, als Caroles Schuss Hasebe am Arm traf. Schiedsrichter Ivan Kruzliak entschied auch hier auf Weiterspielen - ausgleichende Ungerechtigkeit.

sts